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Von der Öllampe zur Kerze

Kerzen gehören wie Fackeln, Öl- und Talglampen zu den ältesten Leuchtmitteln. Bereits vor 40.000 Jahren brachten unsere Vorfahren Helligkeit in ihre steinzeitlichen Behausungen, indem sie Talg oder Tran in kleine Steinschalen gaben und mit einem Docht versahen. Die Kerze ist im Vergleich dazu eine „moderne“ Erfindung. Sie wurde vor etwa 5000 Jahren im vorderen Orient entwickelt und bestand aus einem Docht aus Papyrus oder Stroh, der mit Talg getränkt wurde. Andere Kulturen verwendeten natürliches Wachs von Pflanzen oder Insekten. Die ersten Wachskerzen entstanden im antiken Rom und wurden meist bei religiösen Riten verwendet. Aber auch in anderen Kulturen ist die Kerze noch heute wesentlicher Bestandteil religiöser Zeremonien.

Brenndauer

Die Brenndauer einer Kerze hängt maßgeblich von dem Durchmesser und der Höhe ab. Eine durchschnittliche Haushaltskerze mit einem Durchmesser von 2 cm hat pro Zentimeter eine Brenndauer von 20 Minuten. Bei einem Durchmesser von 5 cm beträgt sie bereits 100 Minuten und bei 10 cm gut 5 Stunden. Darüber hinaus hat die Art des Wachses Einfluss auf die Brenndauer. Eine Kerze aus Bienenwachs brennt länger als Stearin- oder Paraffinkerzen.

Kleine Geschichte des Kerzenhalters

Mit der Verwendung der Kerze wurde auch der Kerzenhalter entwickelt, denn die ursprünglichen Kerzen waren im Vergleich zu modernen Kerzen alles andere als tropffest. Das Wachs lief herunter und verschmutze das Mobiliar. Hier bestand Handlungsbedarf. Daher wurde die Kerze auf einen kleinen Teller gestellt, in dem das herunterlaufende Wachs aufgefangen wurde. Daraus entwickelten sich Tropfschalen aus Hölzern, Stein oder Metall. Die Schalen sorgten auch für die Standfestigkeit. Die Teller wurden mit einem Dorn oder „Stachel“ versehen, auf dem die Kerze aufgesteckt wurde. Eine andere Variante war ein Ring, in den die Kerze hineingesteckt werden konnte. Mit diesen einfachen Vorrichtungen wurde verhindert, dass die Kerze umfiel und womöglich einen Brand verursachte. Da Kerzen vor der Elektrifizierung die einzige Lichtquelle waren, wurde sie bei Dunkelheit oft im Haus herumgetragen. Daher wurde der Teller mit einem Tragegriff versehen, mit dem er leicht gehalten und transportiert werden konnte. Damit konnte die Kerze den Bewohnern in der Dunkelheit den Weg über Dielen und Stiegen erleuchten oder den Weg zum Toilettenhäuschen erhellen.

Aus den einfachen Tellern entwickelten sich schnell formschöne Kerzenständer, die neben ihrer Funktion auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wurden. Insbesondere in Kirchen wurden angesichts der heiligen Messe kunstvolle Kerzenständer aus wertvollen Substanzen gearbeitet. Der Kerzenhalter war daher nicht nur einfacher Gebrauchsgegenstand. Im Christentum ist die Kerze fester Bestandteil der Liturgie und Symbol vieler Zeremonien wie der Messe oder der Taufe.

Besinnliche Atmosphäre

Die Kerze ist gerade in der Advents- und Weihnachtszeit das Symbol für Christus, der mit seinem Lichte über die Dunkelheit triumphiert. Kerzen an Weihnachtsbäumen oder auf Adventskränzen sind Ausdruck dieser christlichen Tradition. Neben der Symbolik gehören Kerzen und dekorative Kerzenhalter zur Festdekoration. Gerade in der Weihnachtszeit tragen sie zu einer feierlichen Stimmung bei und tauchen jedes Ambiente in eine besinnliche Wohlfühlatmosphäre. Kerzen gehören zur Weihnachtszeit wie der Duft von Weihnachtsgebäck oder der Weihnachtsbaum.

Heutzutage sind Kerzenhalter fester Bestandteil der Wohnaccessoires, die in allen Formen und aus unterschiedlichsten Werkstoffen gefertigt werden, darunter u.a. Hölzer, Metall oder Stein. Insbesondere Glas sorgt für eine interessante Lichtbrechung der Kerzenflamme. Kerzenhalter sind dekoratives Element und der Lichtblick in jeder Wohnung. Selbst einfache Massenprodukte wie das Teelicht werden durch formschöne Teelichthalter zu einem Blickfang, die eine gemütliche und ruhige Stimmung zaubern.

Windlichter

Wie der Name schon andeutet, sollen Windlichter durch ihre teilweise geschlossene Form auch bei Wind nicht erlöschen, müssen aber zugleich genug Öffnungen haben, um die Kerze konstant mit Sauerstoff zu versorgen. Obgleich in geschlossenen Räumen eher selten starke Winde zu erwarten sind, erfreuen sich Windlichter auch als Deko für Daheim großer Beliebtheit, weil sie ein vergleichsweise geringes Risiko bergen, einen Brand auszulösen. Diese Windlichter sind meist etwa so groß wie ein Trinkglas und sind für Teelichter oder andere Kerzen von geringer Höhe vorgesehen, während ihre Gegenstücke fürs Freie meist große Laternen sind, die allein schon wegen der höheren Brenndauer großen Kerzen Platz bieten müssen.

Die rein dekorativen Windlichter für Drinnen bestehen entweder aus Metall mit in den Mantel eingearbeiteten Motiven, die dann als negative Silhouetten an die Wand geworfen werden, oder aus Glas. Ist das Glas bemalt, werden die abgebildeten Figuren so von hinten illuminiert und zugleich in Groß an die Wand projiziert.

Kerzen- und Teelichthalter der Erzgebirgischen Volkskunst

Gerade wenn es um weihnachtliche Kerzenhalter geht, darf natürlich die Erzgebirgische Volkskunst nicht fehlen. Bei vielen Kerzenhaltern aus dem Erzgebirge handelt es sich um figürliche Darstellungen oder Szenerien aus Holz, die dann von einer oder mehreren Kerzen oder Teelichtern erleuchtet werden. Da der eigentliche Kerzenhalter meist die Bodenplatte, auf der die Figuren angebracht sind, ist, bezeichnet man diese Art von Kerzenhaltern auch als Kerzenbrettchen. In den Bodenbrettern befindet sich dann eine Aussparung mit einer Halterung aus Glas (selten Metall) vom Durchmesser eines Teelichts. Alternativ befindet sich die Fassung auf dem Brett. Bei Teelichthaltern ist der Abstand zwischen Figur und Fassung oft geringer als bei Kerzenhaltern, weil die Flamme niedriger ist und der Figur folglich nicht so nahe kommt. 
Im weitesten Sinne handelt es sich bei Schwibbögen, Weihnachtspyramiden und Lichterengeln auch um Kerzenhalter.

Schachtelgeschichten

Endlich mal weihnachtliche Holzkunst, die nicht aus dem Erzgebirge stammt. Ein bisschen Abwechslung muss ja auch mal sein. Wobei so exotisch sind Schachtelgeschichten jetzt auch nicht, denn sie kommen wie Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald. Es handelt sich hierbei um runde Blechdosen, in denen sich hölzerne Figuren, eine Bodenplatte zum Aufstellen selbiger, ein Teelicht und eine dazu passende Geschichte befinden. Fertig aufgebaut steht das Teelicht dann in der Mitte der Schachtel und ist in der ebenfalls darin platzierten Bodenplatte versenkt. Die Holzfiguren stecken in der Bodenplatte und so werden ihre Silhouetten als Schatten an die Wand geworfen. Mit der dazu passenden Geschichte entsteht ein kleines Schattenspiel.

Armleuchter

Ja, jetzt warten wir einen kurzen Moment, bis der unreife Teil der Leserschaft aufgehört hat, zu lachen. Fertig? Schön. 
Bei einem Armleuchter handelt es sich ursprünglich nicht um ein Schimpfwort, sondern einen für gewöhnlich aus Metall hergestellten Kerzenständer, bei dem von der zentralen Säule zwei oder mehr Arme entweder gerade und orthogonal zur Säule oder in einem Bogen weg und dann parallel zur Säule nach oben auslaufend abzweigen. Bei manchen Armleuchtern teilt sich die zentrale Säule oberhalb des Fußes auch nach ein bis zwei Dritteln der Gesamthöhe in eine gerade Anzahl von Armen. Eine Sonderform des Armleuchters ist der vor allem im Judentum, aber auch im Christentum, äußerst symbolträchtige Siebenarmige Leuchter, auch Menora genannt.

Design und Material von Kerzenhaltern sind gemeinhin stark vom Verwendungszweck abhängig. In der Vergangenheit erfüllten Kerzen primär einen praktischen Nutzen und ein Kerzenständer musste die Kerze vor allem stabil umfassen und – sofern es sich um einen tragbaren Kerzenhalter handelte – einen Griff haben und gewährleisten, dass auch im Gehen weder die Kerze aus der Fassung fiel noch Wachs auf die Hand oder den Boden fließen konnte. Seit Erfindung elektrischer Leuchtmittel, finden Kerzen und Kerzenständer vor allem als Dekoration Verwendung, um eine festliche Stimmung zu erzeugen.

Kerzenständer aus Metall

Einzig zeremonielle Kerzenständer wie liturgische Leuchter in Kirchen oder die Menora haben sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Sie sind nach wie vor meist aus Metall, häufig Gusseisen, Bronze oder Messing, gefertigt. Sie gehören zum Inventar der Gotteshäuser und sollen nicht von ihnen überdauert werden, über Generationen, wenn nicht gar Jahrhunderte bestehen bleiben.

Im Freien stehende Kandelaber müssen überdies der Witterung trotzen. Während sie früher aus Schmiedeeisen bestanden, sind Kandelaber jüngeren Datums oft Güsse aus Eisen oder Bronze.

Bei Tischleuchtern für den Privatgebrauch kamen schon früher oft edlere Metalle zum Einsatz, weil diese Leuchter wie Silbergeschirr nur zu besonderen Anlässen hervor geholt wurden. Man denke etwa an die berühmten Kerzenleuchter aus Silber, die Bischof Myriel dem ehemaligen Strafgefangenen Jean Valjean in Victor Hugos Roman „Die Elenden“ zum Geschenk macht. Solche Kerzenhalter sind vor allem Wertanlagen und Statussymbole.

Metall ist auch das Material der Wahl, wenn ein Kerzenhalter zweckmäßig und schlicht sein soll: etwa auf Adventskränzen oder auch am Weihnachtsbaum. Hier soll schließlich der Fokus einzig auf der Kerze selbst liegen und der Halter verschwindet bis auf den Tropfenfang am besten ganz zwischen Kerze und Grün.

Kerzenhalter aus Glas

Glas ist zum einen die etwas modernere und oft ungleich kostengünstigere Alternative zum Silberleuchter. Es ist ebenfalls schlicht und neutral, hat aber keinen so hohen Materialwert wie Silber. Gläserne Kerzenständer eignen sich also am ehesten als neutrale Deko, die weder thematisch an ein Fest gebunden noch Wertgegenstand ist.

Ein großer Vorteil von Glas gegenüber anderen Werkstoffen ist offenkundig, dass es durchsichtig ist. Folglich kann man auch Kerzenhalter herstellen, in denen die Kerze vollständig versenkt werden kann, ohne dass die Leuchtkraft darunter leiden würde. Solche Kerzengläser, die manchmal auch aus gefärbtem Glas bestehen, um dem Kerzenlicht eine andere Farbe zu verleihen, sind folglich sicherer als komplett offene Ständer, obgleich man auch diese Gläser ebenso wie Windlichter nicht gänzlich unbeaufsichtigt lassen sollte.

Hölzerne Kerzenhalter

Gerade zur Weihnachtszeit ist Holz als Material für dekorative Kerzenständer sehr beliebt - von einfachen Haltern für eine einzelne Kerze oder ein Teelicht bis hin zu den typisch erzgebirgischen Schwibbögen und Weihnachtspyramiden. Holz ist zwar ein leicht zu bearbeitender, relativ kostengünstiger Werkstoff, birgt aber in Verbindung mit Feuer stets ein größeres Risiko als andere Substanzen, weil es leicht entflammbar ist. Meist ist die Fassung deshalb aus Glas oder Metall, auch wenn der Kerzenhalter selbst aus Holz besteht. So lässt sich die Gefahr minimieren, dass beim Abbrennen der Kerze die Flamme überspringt und den Halter oder die Wohnung in Brand steckt. Ferner lassen sich Tropfenfänger aus glatten Oberflächen leichter vom Wachs befreien.

Kerzenleuchter mit mehreren Armen nennt man Armleuchter oder auch Kandelaber. Sie verfügen über mehrere Kerzenhalter, sodass diese Leuchter einige Kerzen aufnehmen können. Armleuchter zeichnen sich aus durch einen gewissen festlichen Prunk, sie waren schon immer mehr als bloße Zweckobjekte zur Beleuchtung. Deshalb werden sie aus hochwertigen Metallen etc. gefertigt, von Zinn über Messing bis hin zu Kandelabern aus Silber. Das Wort Kandelaber leitet sich aus dem lateinischen Wort für Kerze ab, candela. Ein Armleuchter ist heute mehr als nur ein Kerzenständer, weshalb der Ausdruck Kandelaber sein Wesen wohl treffender beschreibt.

Religiöse Bedeutung

Im Judentum ist der siebenarmige Leuchter eines der wichtigsten religiösen Symbole, weshalb er auch Teil des israelischen Staatswappens geworden ist. Im Alten Testament erhält Moses einen detaillierten Bauplan für die Menora, wie der siebenarmige Leuchter auch genannt wird. Reich verziert soll er sein, kein bloßes Gebrauchsobjekt, nur edelste Materialien sollen verwendet werden, aus "feinem Golde" soll er bestehen.

Der Armleuchter - das Symbol für Licht

Der Armleuchter darf als das Lichtsymbol schlechthin gelten. Im Licht ist Gott gegenwärtig, so der jüdische Glaube, aber auch im Christentum lebt diese Tradition weiter, etwa in den vier Adventskerzen, aber auch im „lumen christi“, der Anrufung des Lichtes Christi in der Osternacht. Weiterhin steht es für die Epoche der Aufklärung, und diese kann man sich natürlich eher als hell erleuchtenden Kandelaber mit mehreren Kerzen vorstellen denn als einen einfachen Kerzenhalter.

Du Armleuchter!

Armleuchter ist aber auch ein - eher zahmes - Schimpfwort. Woher es stammt, ist nicht zu ergründen, bedenkt man die Tradition des mehrarmigen Leuchters, könnte man es fast als Kompliment auffassen.

Die festliche Tafel

Ein oder gar mehrere silbern glänzende Armleuchter geben einer festlichen Tafel den letzten Schliff, insbesondere dann, wenn man sparsam mit der elektrischen Beleuchtung umgeht oder ganz auf sie verzichtet. Dann wird aus dem Armleuchter endgültig der Kandelaber, dessen geheimnisvolles Wesen Rainer Maria Rilke in seinem Gedicht 'Archaischer Torso Apollons' beschworen hat und dessen letzte Worte lauten: "denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern."

Wer im November eines Jahres in die Blumenläden und Kaufhäuser geht, wird unschwer die nahende Advents- und Weihnachtszeit erkennen. Denn die Floristen bieten ihren Kunden vielfältige Adventskränze zum Kauf an.

Ein Adventskranz ist, so die Ansicht vieler Verbraucher, für das heimische Wohnzimmer ein Muss, kündet er mit seinen vier Kerzen doch das nahende Weihnachtsfest an. Dass ein Adventskranz mit nur vier Kerzen bestückt wird, liegt einzig und allein daran, dass es vier Sonntage vor Weihnachten gibt, an denen jeweils immer eine Kerze angezündet wird. Da die Geschmäcker der Menschen immer schon sehr unterschiedlich und vielfältig waren, ist es auch nicht verwunderlich, dass es viele unterschiedliche Ausführungen der Kränze gibt. Oft sind sie mit Schleifen versehen. Dabei spielt gold und silber eine durchaus dominierende Rolle, werden diese beiden Farben doch immer mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Auch dass ein Adventskranz zumeist auf einem weihnachtlich dekorierten Teller aufgestellt wird, ist eher die Regel denn die Ausnahme.

Sieht man sich einen Adventskranz näher an, wird man schnell feststellen, dass die darauf befindlichen Kerzen meist auf einem Kerzenhalter platziert worden sind. Der Grund dafür ist eindeutig. Nimmt man die vier Kerzen und befestigt sie lediglich mit einem Klebestreifen auf dem Adventskranz, dann haben die Kerzen in der Regel keinen richtigen Halt. Auch Nägel, die in den Kranz eingestochen werden und auf denen dann die Kerzen befestigt werden, sind nur eine suboptimale Lösung. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Kerze, gerade wenn sie schon ein wenig heruntergebrannt ist, keinen richtigen Halt mehr im Kranz hat.

Daher bieten sich die besagten Kerzenhalter zum Befestigen an. Sie unterscheiden sich allerdings sehr deutlich von einem Weihnachtsbaumkerzenhalter, der auf die Tannenzweige des Baumes mittels einer Klemme befestigt wird und in der Regel auch eher nur für eine sehr dünne Kerze herhalten muss. Die Kerze auf einem Adventskranz ist bedeutend dicker und dementsprechend breiter muss dann auch der Kerzenhalter sein. Die Kerze wird auf ein Plateau gesetzt, welches wiederum mittig mit einer Nadel versehen ist, in die die Kerze dann hineingestochen wird. Unter diesem Plateau ist wiederum eine Nadel, die in den Kranz gesteckt wird und der Adventskerze so einen festen Halt gibt.

Eine der ersten schriftlichen Erwähnungen eines Weihnachtsbaums stammt von 1539, als im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien war offensichtlich eine der Ersten, die 1611 ihren Christbaum außer mit Papierrosen, Äpfeln, Nüssen und Zuckerwerk auch mit Kerzen schmückte. Zwar wurde bereits ein geschmückter Weihnachtsbaum in den Leiden des jungen Werthers von Johann Wolfgang von Goethe erwähnt, endgültig konnte sich der Brauch jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts etablieren. Als nach der evangelischen Kirche auch die katholische Kirche den mit Kerzen geschmückten Nadelbaum als Weihnachtsbrauch übernahm, begann der Siegeszug des Weihnachtsbaumes von Deutschland aus in die ganze Welt. Mit dem Anbringen der Kerzen auf den Baum wurde auch die Erfindung der Weihnachtsbaumkerzenhalter nötig. Wenig später wurde die Weihnachtsbaumdekoration mit Lametta in Silber und Gold, welches in Nürnberg erfunden wurde, weiter aufgepeppt.

Wachskerzen und Kerzenhalter für den Christbaum

Schon im Mittelalter kannte man Kerzen aus Bienenwachs. Da diese für die einfache Bevölkerung aber zu teuer waren, verwendete man Talgkerzen, die stark rußten und einen hässlichen Geruch verbreiteten. Das änderte sich erst 1824 mit der Erfindung des Stearins. Diese Kerzen aus Stearin, die auch einen anderen, besseren Docht bekamen, entwickelte Professor Eugène Chevreul .So werden die Kerzen noch heute hergestellt (wenn sie keine Bienenwachskerzen sind). Auch die Kerzenhalter wurden laufend verbessert, denn sie allein garantieren einen sicheren Sitz am Christbaum und sind für eine Brandvermeidung äußerst wichtig.

Kerzen sorgen auf einfachste Weise für eine heimelige Stimmung. Denken Sie nur an das romantische Candle-Light-Dinner in schummerigen Lichtverhältnissen oder außer dem Dinner an den traditionellen Adventskranz als Ausdruck der Vorfreude auf Weihnachten. Mit dekorativen Kerzenhaltern kommen die warmen Lichtquellen besonders gut zur Geltung. Und das Beste? Schöne Kerzenhalter müssen nicht teuer sein, man kann sie ganz einfach selber machen.

Kerzenhalter durch Umgestalten und Zweckentfremden

Selbst ungeübte Hände können aus gängigen Deko-Elementen auf unkomplizierte Weise Kerzenhalter basteln. Besonders einfach ist es, alte, ausgediente Kerzenhalter wieder aufzumotzen. Mit Gold Spray verleihen Sie beispielsweise alten Holz- oder Metallkerzenständern neuen Glanz. Hübsche Sektgläser eignen sich nicht nur zum Anstoßen, sondern machen auch als Teelichthalter eine gute Figur. Füllen Sie die Gläser mit Deko-Sand und setzen Sie ein Teelicht hinein. Besonders effektvoll ist es, wenn Sie Deko-Sand in unterschiedlichen Farben schichtweise in die Gläser einfüllen. Sekt- und Weingläser können aber auch als Kerzenhalter für Stumpenkerzen verwendet werden. Drehen Sie die Gläser dazu einfach um und platzieren Sie oben drauf die Stumpenkerzen. Tipp: Unter dem Trinkgefäß ist Platz für Deko, z.B. für hübsche Muscheln, Steine oder Blüten. Leere Weinflaschen können übrigens auch mit Dekor gefüllt werden. Setzen Sie anschließend Kerzen in den Flaschenhals. Wenn die Kerzen runterbrennen, läuft ganz rustikal Wachs außen herunter. Aber Achtung: Unterlage zum Schutz der Möbel nicht vergessen.

Der Klassiker – Einweggläser als Windlichter

Seit jeher werden Einweggläser als dekorative Windlichter drinnen und draußen verwendet. Im Handumdrehen können auch Kinder aus Einweggläsern schöne Kerzenhalter machen. Waschen Sie zunächst die alten Gurken- oder Marmeladengläser gründlich aus und trocknen Sie sie gut ab. Nun ist Ihre Kreativität gefragt. Am einfachsten ist es, die Gläser zur Hälfte mit Deko-Sand, -Steinen oder Glasperlen zu füllen. Es eignen sich aber auch Mitbringsel vom letzten Herbstspaziergang als dekorative Füllung. Nutzen Sie beispielsweise Eicheln oder Haselnüsse als dekorativen Untergrund für das Teelicht. Ein Ausflug in die heimische Küche bringt weitere Deko-Ideen zum Vorschein. Nutzen Sie doch einmal getrocknete Bohnen oder Korken als Füllung für Ihr selbst gemachtes Windlicht. Tipp: Geröstete Kaffeebohnen verströmen ein besonderes Aroma. Eine andere Möglichkeit ist es, die Gläser außen mit Window-Color-Farben zu verzieren oder mittels Serviettentechnik zu verschönern. Sie können aber auch Holzstäbchen, Stoffe und andere Materialien mit der Heißklebepistole auf der Glasoberfläche anbringen. Aus Brandschutzgründen darf jedoch nichts über den Glasrand ins Innere ragen! Der Kreativität sind ansonsten keine Grenzen gesetzt.


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