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Holzmannl
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Da steht er – ein alter Förster mit weißem Bart und einer langen Pfeife. Gerade hat er sie aus dem Mund genommen und bläst den Tabaksrauch in die Luft. Gemütlich blickt er umher und strahlt behagliche Stimmung aus. Nach diesem Vorbild ist ein sogenanntes Räuchermännchen gestaltet. Es handelt sich um eine kleine Holzfigur mit Pfeife und rund geöffnetem Mund, aus dem Rauch weht. Erfunden wurde das Räuchermännchen von den Spielzeugmachern im Erzgebirge um das Jahr 1830.

Wieso kann die Holzfigur rauchen?

Der Räuchermann ist eine gelungene Kombination aus Deko, Duftspender und Verspieltheit. Er besteht aus zwei Holzteilen, die aufeinander gesteckt werden. Ein Holzstück bildet den Standsockel. Das sind entweder die Figurenbeine oder es handelt sich um einen allgemeinen Grundsockel. Darauf wird ein duftender Räucherkegel gestellt und angezündet. Anschließend wird das zweite Holzstück darüber gestülpt. Es ist innen hohl und zeigt sich von außen als Oberkörper oder als ganzer Figurenkörper. Charakteristisch ist der Kopf mit dem runden Mundloch. Aus ihm strömt der Rauch heraus, den die Räucherkerze im Figureninneren entwickelt. Die Figur hat eine Pfeife in der Hand oder sie steckt seitlich im Mund. Es sieht es so aus, als ob die kleine Holzfigur an ihrer Pfeife schmaucht und wie ein lebendiger Mann den Rauch ausbläst. Der aromatische Duft der Räucherkerze bereichert nebenbei die Atmosphäre im Raum.

Wofür wird ein Räuchermännchen benutzt?

Im Erzgebirge war es eine alte Gepflogenheit, zur Weihnachtszeit wohlduftende Räucherkerzen abzubrennen. Zum Schutz gegen Brände wurden sie mit einer Abdeckung umhüllt. Die meisten Erzgebirgler lebten vom Bergbau. Um etwa 1800 wurde dieser eingestellt und die ehemaligen Bergmänner wechselten den Beruf und wurden Drechsler. Sie stellten Holzmöbel und Gebrauchsgegenstände her. Manche Orte, wie Seiffen oder Olbenhau, spezialisierten sich auf Holzspielzeuge und -figuren. Die kreativen Kunsthandwerker kamen bald auf die Idee, auch für ihre Weihnachts-Räucherkerzen besondere Holzfiguren zu erfinden. Die schlichten Abdeckungen verwandelten sich in einigen Werktagen in die Räuchermännchen. Seither ist es eine feste Tradition, die duftenden und lustigen Rauchspender rund um die Weihnachtstage zusammen mit Schwibbogen und Weihnachtsengeln aufzustellen. Diese Erfindung aus dem Erzgebirge hat sich im Laufe der Jahrhunderte in Deutschland und darüber hinaus verbreitet.

Wie viele Arten von Räuchermännchen gibt es?

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jedes Motiv mit rauchenden oder dampfenden Eigenschaften kann als Räucherfigur gestaltet werden. Historisch gesehen standen am Anfang die Berufs-Gruppen des einfachen Volkes. Die Förster, Bergleute und Soldaten gehörten ebenso dazu wie Hausierer und Kesselflicker. Sehr beliebt ist auch die Kloßfrau. Hier dampft scheinbar die Schüssel voller Klöße in ihren Händen. Mit der Zeit kamen immer neue Ideen und Motive dazu. Den Figuren erhielten geknickte Beine und so ließen sie sich auf Möbel oder Tischkanten setzen. Diese Räuchermänner heißen Kantenhocker. Möglich sind ganze Szenen aus dem Alltagsleben. Dafür wird eine Grundplatte aus Holz verwendet. Darauf lassen sich, wie bei einer Puppenstube, kleine Möbel und Figuren arrangieren. Ein beliebtes Motiv sind die „Drei Skatspieler“ am Tisch. Nicht weit vom Erzgebirge liegt das Vogtland. Die Vogtlänger übernahmen die Idee und gestalten das Moosmännchen als Räuchermann. Die Sagenfigur hilft als Waldgeist den armen Familien und verwandelt Waldblätter in Gold. Mit grünem Hut dient er als rauchende Weihnachtsfigur.

Was kann noch alles rauchen?

Alles, was einen Schornstein besitzt, eignet sich ebenfalls zur Gestaltung einer Räucherkerzen-Dekoration. Seit einigen Jahren werden Räucherhäuschen beliebt. Sie können aus Holz oder Metall hergestellt sein. Sie sind ebenso liebevoll bemalt und dekoriert wie die Räuchermänner. Oft zeigen sie die Kulisse eines winterlich verschneiten Häuschens.

Zu Weihnachten gehört ein Räuchermännchen einfach dazu. Ob Weihnachtsmann, Postbote oder Feuerwehrmann - die rauchenden Figuren bringen nicht nur weihnachtliches Flair ins Eigenheim, sondern bieten mit dem weitreichenden Sortiment an Räucherkerzen auch einen angenehmen, an Weihnachten erinnernden Duft. Doch wie genau funktioniert eigentlich so ein Räuchermann? Um diese Frage zu beantworten, sollte zuerst geklärt werden, was zu tun ist, damit der Rauch aufsteigen kann.

Räuchermännchen bestehen immer aus zwei Teilen - dem Ober- und dem Unterteil. Das Oberteil der Figuren ist mit einem Loch versehen, aus dem der Rauch austreten kann. Meist handelt es sich hierbei natürlich um einen Mund. Das obere Ende des Unterteils ist mit einem Kerzenteller versehen, auf welchem die Räucherkerzen sicher abgestellt werden kann, ohne das Holz zu beschädigen. Um das Räuchermännchen räuchern zu lassen, wird das Oberteil abgenommen. Die Räucherkerze wird entzündet, die Flamme sollte sogleich wieder ausgepustet werden. Dann stellt man die jetzt glimmende Kerze auf den Kerzenteller. Sobald der Rauch aufsteigt, kann das Oberteil des Männchens wieder aufgesetzt werden. Doch wie kommt es nun dazu, dass der Rauch aus dem Mund austritt? Verantwortlich dafür ist der sogenannte Kamineffekt. Da warme Luft eine geringere Dichte als kalte Luft hat, kommt es im Inneren des Räuchermännchens zu einer Wärmeströmung. Diese Strömung sorgt dafür, dass die erwärmte Luft nach oben aus der Räucheröffnung gedrückt wird. Gleichzeitig wird ein Unterdruck erzeugt, der kalte Luft von außen in das Innere zieht. Hierfür ist die untere Öffnung wichtig, die sich meist gegenüber der Oberen neben dem Kerzenteller befindet. Die hereinströmende, kalte Luft wird durch die Räucherkerze erwärmt und der Prozess beginnt von Neuem. Somit erhält sich der Effekt solange selbst, bis die Räucherkerzen erlöschen.

Doch was kann man tun, wenn das Männlein nicht richtig räuchern möchte? Dann sollten die beiden Öffnungen überprüft werden. Durch Verunreinigungen könnten diese verstopft sein und somit den Luftzug verhindern. Eine Reinigung mit einer kleinen Bürste sollte das Problem jedoch schnell beheben. Bei hochwertigen Modellen passiert das jedoch sehr selten.

Vor allem Räuchermännchen aus dem Erzgebirge können mit sehr hoher Qualität aufwarten. Die aus dem Spielzeugdorf Seiffen stammenden, detailgetreuen Räuchermännlein haben mit den heutzutage auf Weihnachtsmärkten erhältlichen Figuren eher weniger gemein. Denn Seiffen ist nicht umsonst ein bei Weihnachtstouristen beliebter Urlaubsort. Hier werden mit Liebe und Fingerfertigkeit in jahrelangem Brauchtum die allseits beliebten Figuren aus dem Erzgebirge hergestellt. Neben dem Räuchermann gehören auch Schwibbögen, Pyramiden und Nussknacker zur weltweit beliebten Weihnachtsdekoration, und diese kann das ganze Jahr über in Seiffen bestaunt werden. Besucher können die Herstellung von Räuchermännern und Co in Schauwerkstätten genau beobachten und sich in Museen über die Geschichte der Figuren und des Dorfes informieren. Sicherlich erweitert so mancher Gast hier seine Sammlung an Räuchermännchen und anderer weihnachtlicher Dekoration.

Die Räuchermännchen aus Holz erfüllen nicht nur einen dekorativen Zweck, denn sie werden auch zum Abbrennen von sogenannten Räucherkerzen und -kegeln verwendet. Der ursprüngliche Gedanke, dem Räuchermännchen unterliegen, war, dass der Weihrauchduft, der in den Kirchen verwendet wird, auch in die Häuser der Menschen Einzug hält. Einst war es schließlich so, dass die Heiligen Drei Könige dem neugeborenen Jesus Gold, Myrrhe und Weihrauch überreichten. Dieser Duft sollte auch bei den gläubigen Christen durch die Räume ziehen, in Gedenken an das Weihnachtsfest.

Ein Räuchermännchen besteht in der Regel aus zwei Teilen. Das Unterteil bildet hierbei die Basis und ist mit einem feuerfesten Einsatz aus Metall ausgestattet, worauf die Räucherkerzen platziert werden können. Diese werden entzündet und glimmen dann nach und nach ab, wobei jede Menge Rauch entsteht. Der Oberteil, dessen Außenseite meist aus einer kunstvoll gestalteten Figur besteht, ist im Inneren ausgehöhlt. Zusätzlich verfügt die Figur über eine Räucheröffnung in Form eines Loches, wodurch der entstehende Rauch abziehen kann. Diese befindet sich meist am Mund der Figur.

Die Modelle der rauchenden Männchen sind heutzutage in vielen verschiedenen Varianten zu finden. Ihren Ursprung haben die typischen rauchenden Männchen im Erzgebirge, wo sie schon vor langer Zeit in aufwendiger Handwerksarbeit und mit viel Liebe zum Detail hergestellt wurden. Aufgrund der stark vom Bergbau geprägten Region, wurden dort anfangs hauptsächlich Figuren typischer Handwerksberufe hergestellt, wie z.B. Bergleute. Heute hingegen werden auch Weihnachtsmänner, Schneemänner, Schäfer und Tierfiguren in Form von Räuchermännchen hergestellt und vertrieben. Es gibt mittlerweile auch weibliche Versionen der „Männchen“, z.B. in Form von Engeln. Es werden ganze Szenen dargestellt, in denen Räuchermännchen untergebracht sind oder Holzhäuschen, aus denen der Rauch durch den Schornstein zieht. Meist jedoch spiegeln die Figuren einen weihnachtlichen Hintergrund wider, da diese Figuren hauptsächlich in der Weihnachtszeit zu Dekorationszwecken und hin und wieder zum Verströmen von Rauch verwendet werden.

Die sogenannten Kantenhocker halten ebenfalls Einzug in die Reihen der Räuchermännchen-Modelle. Sie erfüllen einen besonderen dekorativen Zweck, da man sie an eine Tischkante oder die Kante der Fensterbank setzen kann, während sie den Rauch im Raum verströmen.

Die Duftvarianten der Räucherkerzen, die es mittlerweile zu kaufen gibt, sind vielfältig. Der traditionelle Weihrauchduft wird z.B. durch Weihnachtsduft, Tannenduft, Schokoduft, Fruchtdüfte, etc. ergänzt.

Rauch und Duft - Eine kleine Geschichte der Räuchermännchen

Lange bevor die ersten Räuchermännchen im Erzgebirge munter vor sich hin gepafft haben, war es Usus, bestimmte Kräuter und Harze langsam abzubrennen bzw. vor sich hin glimmen zu lassen. Schon die alten Ägypter schätzten den angenehmen Duft, der sich dabei nun mal entfaltet. Und auch die alten Römer räucherten ihre Häuser damit je nach Lust und Laune ein. Freilich brauchten sie dafür nicht irgendwelche Männchen, sondern sie nutzten schlicht Schalen aus Metall oder einfach nur Steine, auf die das Glimmgut gelegt und dann angezündet wurde.

Deutlich mehr als 2000 Jahre später, im 18. und frühen 19. Jahrhundert, hatten es sich auch die Bauern, Handwerker und Bergleute im sächsischen Erzgebirge angewöhnt, regelmäßig in ihren Hütten und Häusern für einen guten Räucherduft zu sorgen. Kein Wunder: In den Arme-Leute-Behausungen dürfte es zum Teil bestialisch gestunken haben. Großfamilien lebten, arbeiteten und schliefen dort auf engstem Raum - allein die natürlichen Ausdünstungen der Menschen haben deshalb für eine im wahrsten Sinne des Wortes dicke Luft gesorgt. Allerdings gab es da noch einen anderen Grund, warum Tannenzapfen und Tannennadeln, diverse Kräuter und Baumharze zum Glimmen gebracht und langsam abgebrannt wurden. So wie man im Altertum durch das Verbrennen kostbarer Harze den Göttern gehuldigt hat, so versuchte man jetzt nicht nur im ländlichen Erzgebirge mittels Rauch und Feuer die bösen Geister zu vertreiben. Sicher, das Land war zutiefst christlich geprägt, der alte Volks- und Aberglaube mit seinen Dämonen und Fabelwesen lebte aber fröhlich weiter. Außerdem: Sicher ist sicher, man kann nie wissen. Geschnitzte Räuchermänner brauchten die Erzgebirgler dafür allerdings genauso wenig wie vor ihnen die Römer.

Das Bild des gemütlichen Pfeifenrauchers

Tatsächlich bekam das Räuchermännchen als geschnitzte Holzfigur erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert eine gewisse Bedeutung für die Menschen im Erzgebirge. Um zu verstehen, wie es dazu kam, muss man sich die Lebenssituation der Leute damals vor Augen führen. Sie lebten hauptsächlich vom Bergbau, dem wichtigsten Wirtschaftszweig der Region. Erze wurden hier abgebaut, hauptsächlich Silber- und vor allem Zinnerz, daher auch der Name Erzgebirge. In den Wintermonaten ruhte der Bergbau allerdings. Die Bergleute hatten keine Arbeit und damit auch kein Einkommen. Um ihren Lebensunterhalt dennoch zu sichern, begann man kleine Holzfiguren und andere Dinge zu standen. Das, was man heute als erzgebirgische Volkskunst bezeichnet, entstand.

Gleichzeitig vollzog sich damals, in einem zutiefst bürgerlichen Zeitalter, auch die Wandlung des Weihnachtsfestes und der Weihnachtszeit. Sie wurde mehr und mehr romantisiert und zum Familienfest deklariert. Die schnitzenden Bergleute stellten sich darauf ein und produzierten in Handarbeit all jene Dinge, die man bis heute kennt - vom Lichterbogen über die Weihnachtspyramide bis zum Weihnachtsengel. Wahre Zentren dieser Produktion wie etwa in Olbernhau entstanden, und die weihnachtlichen Preziosen fanden auch außerhalb Sachsens reißenden Absatz.

Der Weg zum Räuchermännchen war da nicht mehr weit. Das Bild des Pfeife rauchenden Mannes stand das ganze 19. Jahrhundert über für Heimeligkeit und vor allem für Gemütlichkeit - also genau die Werte, die man im Winter und zu Weihnachten bis heute ganz besonders schätzt. Was lag da näher, als einen Pfeifenraucher aus Holz zu kreieren, der genau für diese Aspekte steht und außerdem tatsächlich rauchen kann. Mit der Erfindung der Räucherkerze konnten die Menschen schließlich auch auf das zurückgreifen, was sie bereits kannten - auf all den Wohlgeruch nämlich, den brennende Kräuter, Hölzer und Harze verbreiten können.

Ein Räuchermann oder Räuchermännchen ist eine kleine von Hand geschnitzte Holzfigur, die dazu dient, Räucherkerzen abzubrennen. Gerade in der kalten Jahreszeit und vor allem wenn Weihnachten immer näher rückt, zünden sich viele Menschen daheim das ein oder andere Räucherstäbchen an. Jedes Jahr tauchen in Zeitungen und diversen Online-Medien Berichte auf, dass das Abbrennen von Räucherstäbchen krebserregend wäre. Aber ist das wirklich so, und woraus besteht eigentlich so ein Räucherstäbchen?

Die Dosis macht das Gift

Die Duftstoffe eines Räucherstäbchens sollen sich im gesamten Raum verbreiten. Das geschieht durch Verdampfen und kurz bevor das Stäbchen verbrennt, werden die Duftstoffe abgegeben. Mediziner warnen, dass sich durch den Verbrennungsvorgang Feinstaub entwickelt, der in die Atemwege gelangen kann. Feinstaub ist unserem Organismus deshalb nicht gerade zuträglich, da er bis tief in die Lunge vordringen kann, was wiederum ein möglicher Auslöser für Asthma sein kann. Da Räucherwerk aus mehreren Inhaltsstoffen besteht, die meist organischem Ursprungs sind, gehen Ärzte davon aus, dass der entstehende Rauch krebserregende Stoffe enthalten könnte. So dramatisch das alles klingen mag, im Vergleich dazu, welchen Gesundheitsgefahren wir uns teils unbewusst im Alltag aussetzen, ist so ein Räuchermännchen von seiner gesundheitsgefährdenden Wirkung her eher zu vernachlässigen. Schließlich atmen wir die Dämpfe ja nicht tagtäglich ein und selbst wenn der Räuchermann gerade nicht in Aktion ist, sieht er auch als reines Deko-Objekt hübsch aus und zaubert sofort eine vorweihnachtliche Stimmung.

Dürfen Kinder die Dämpfe einatmen?

Gerade Kinder lieben das vorweihnachtliche Ritual, wenn der geliebte Räuchermann hervorgeholt wird und sich der Duft nach und nach in der Wohnung verteilt und niemand sollte auf dieses uralte Brauchtum verzichten müssen. Solange man die Räucherei in Maßen und nicht gerade täglich betreibt und danach ordentlich durchlüftet, steht dem Vergnügen auch für die Kleinen nichts im Wege.

Räuchermännchen und Räucherkerzen aus dem Erzgebirge erfreuen sich nach wie vor, vor allem zur Weihnachtszeit, größter Beliebtheit. Allerdings kann es für einige Leute gelegentlich unklar sein, wie Räuchermännchen und andere Räucherwaren aus dem Erzgebirge am besten aufzustellen und zu entzünden sind. Deshalb haben wir diese kleine Anleitung verfasst, damit der atmosphärischen Beräucherung des Zuhauses oder des Arbeitsplatzes nichts mehr im Wege steht. 

  • Öffnen des Räuchermännchens: Bevor Feuer an Räucherwerk gelegt werden kann, sollte zunächst die obere Hälfte des Männchens heruntergeschraubt werden, damit das hohle Innenleben zum Vorschein kommt. Nun sollte die Räucherkerze auf die dafür vorgesehene Stelle gestellt werden.
  • Im zweiten Schritt sollte die Räucherkerze (oder Räucherpyramide) an der Spitze entzündet, jedoch gleich wieder ausgeblasen werden. Im besten Fall sollte nur ein leichtes Glimmen und Rauchentwicklung zu sehen sein, auf keinen Fall jedoch eine Flamme!
  • Wenn die Räucherkerze entsprechend glimmt und sicher auf dem für sie vorgesehenen Plättchen steht, kann das Räuchermännchen vorsichtig wieder zusammengeschraubt werden. Hat alles funktioniert, sollte der Rauch nun aus dem geöffneten Mund der Figur strömen und das traute Heim mit Duft erfüllen.

Obwohl Räucherwaren aus dem Erzgebirge vor allem zur Weihnachtszeit sehr beliebt sind, können sie auch unter dem Jahr verwendet werden und für eine besinnliche, geborgene Atmosphäre sorgen.

Das Räuchermännchen gehört zur erzgebirgischen Handwerkstradition, welche sich durch kunstvoll gearbeitete Holzfiguren- und Objekte auszeichnet. Bis zum heutigen Tage werden die Holzfiguren meist in kleinen Betrieben in Handarbeit hergestellt. Das Herz dieser Volkskunst ist der sogenannte „Spielzeugwinkel“, der sich um die Stadt Seiffen herum entwickelt hat. Typische Produkte dieser Holzkunst sind auch Nussknacker, Weihnachtsengel, Reifentiere oder Flügelpyramiden.

Das Räuchermännchen ist um 1830 entstanden und wurde Teil des vorweihnachtlichen Brauchtums im Erzgebirge. Die Holzfigur diente anfangs zum Abdecken von Räucherwerk wie dem Weihrauch. Das Räucherharz sollte an die Heiligen Drei Könige erinnern, die den wertvollen Duft dem Jesuskind zum Geschenk machten. Der Räuchermann gehört seitdem - unabhängig von seiner Höhe - zum Ensemble der traditionsreichen Figuren, die zu Weihnachten in den erzgebirgischen Wohnstuben aufgestellt wurden; ebenso wie die Weihnachtspyramide, der Schwibbogen oder die Engel.

Die klassischen Figuren bilden das landestypische Leben aus dem Erzgebirge dar und zeigen meist Berufs-Gruppen wie Bergmänner, Förster, Waldarbeiter, Soldaten und Kloßfrauen. Typisch sind auch Räuchermann-Gruppen, die Szenen aus dem Alltagsleben nachbilden, wie beispielsweise die Skatspieler. Außer den stehenden Figuren gibt es die Kantenhocker, die auf Tisch- oder Möbelkanten platziert werden. Darüber hinaus sind auch weihnachtliche Motive, wie Wichtel, Schneemänner und Weihnachtsmänner, Teil der Räuchermännchen-Familie. In das fantasiereiche Repertoire wurden auch der „Türke“ und der „Indianer“ aufgenommen, die sich als Tabak konsumierende Pfeifenraucher als Räucherfiguren anbieten.

Der Räuchermann ist eine zweiteilige Holzfigur, bei der der obere Teil ausgehöhlt ist und sich nach oben hin verjüngt. Diese kleine Röhre führt zum Kopf, der mit einem Mundloch versehen ist. Auf dem unteren Teil wird eine kleine Räucherkerze gesteckt und mit dem Oberteil abgedeckt. Wenn das Räucherwerk abbrennt, steigt der Rauch aus dem Mundloch aus. Damit das Räucherwerk gut und gleichmäßig glimmen kann, sorgen ein bis zwei Löcher am unteren Rückenteil der Figur für die nötige Luftzufuhr.

Die Räuchermänner werden aus einheimischen Holzarten wie Birke, Ahorn, Fichte, Linde, Erle oder Buche gedrechselt. Bevor eine Räuchermännchen-Serie in Produktion geht, wird ein Prototyp erstellt. Dabei werden so genannte Lehren hergestellt. Diese dienen zur Vorlage für die späteren Werkstücke, die gedrechselt, gefräst und gesägt werden. Kleinere Bestandteile, wie Pfeife oder Kopfbedeckungen, werden an Drechselautomaten in Form gebracht. Zum Abschluss wird die Figur auf einer Grundplatte fixiert, die für die nötige Stabilität sorgt. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Teile lackiert. Das Beschichten der Kleinteile erfolgt meist in einer Trommel, in der der Lack gleichmäßig aufgetragen wird. Die einzelnen Teile werden dann miteinander verleimt und abschließend werden das Gesicht und andere Details von Hand bemalt.

Wer das erzgebirgische Räuchermännchen selbst basteln möchte, kann auch Bausätze erwerben. Der Bastelsatz besteht aus gedrechselten, unbehandelten Holzteilen wie Grundkörper, Sockel, Arme, Beine, Pfeife und anderen charakteristischen Accessoires. Nach dem Verleimen können die Teile individuell bemalt werden. Bastel-Fans können es sich an langen Winterabenden gemütlich machen und die Holzteile selbst herstellen. Weiches Buchenholz eignet sich dafür besonders gut. Wer keine Drechselbank zur Verfügung hat, kann die Formen mit Schnitzmesser, Bandschleifer und/oder Laubsäge herausarbeiten. Die Röhre kann mit Hilfe einer Bohrmaschine gebohrt werden. Den Kopf und andere Kleinteile können in einem Bastelmarkt erworben werden.


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