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Nussknacker
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Harte Schale, gesunder Kern. Nüsse sind lecker, reich an Eiweißen und Ballaststoffen und hierzulande gerade in der Weihnachtszeit allseits beliebt. Sie haben nur ein Problem – die harte Schale. Nun kann der Nussliebhaber natürlich im Handel zu bereits geknackten Nusskernen greifen. Die Auswahl ist da recht vielfältig. Wer es indes lieber traditionell mag, der muss vor dem Genuss selbst aktiv werden. Ohne Fleiß kein Preis, ist da die Devise. Große Wallnüsse mit verhältnismäßig dünner Schale lassen sich mitunter noch durch Muskelkraft knacken. Das sieht zwar nicht so gut aus, beeindruckt aber die Kinder. Liegen allerdings kleine Haselnüsse oder gar die ungemein harten Paranüsse auf dem Weihnachtsteller, so gewinnt man nichts außer schmerzenden Händen und einem roten Kopf.

Weitaus stilvoller ist der Griff zum Nussknacker. Oberflächlich betrachtet hat ein solches Werkzeug nur eine einzige Funktion: Es soll den Weg ebnen zum ersehnten Genuss in der harten Schale. Allerdings ist ein Nussknacker mehr als nur ein Werkzeug. Nur allzu oft liegt er gut sichtbar in einer dekorativen Schale, umgeben von vielen kleinen und großen Nüssen. Da sollte es ein besonderes Anliegen sein, dass das Werkzeug neben seinen funktionalen Aspekten auch eine ästhetische Wirkung hat. Wie die Schale selbst sollte auch der Knacker dekorativ sein.

Nun ist kein Nussknacker wie der andere. In Aussehen und Mechanismus können sie sich erheblich unterscheiden. Grundsätzlich gibt es drei Techniken, um den notwendigen Druck auch auf harte Nussschalen auszuüben:

Die Hebeltechnik

Bei der Hebeltechnik wird die Muskelkraft der Hände durch Hebel potenziert. Die beiden Stangen sind durch ein Gelenk miteinander verbunden, direkt davor ist die Nuss eingespannt. Unter dem Druck der Hebel zerspringt die Schale. Diese Zange ist die klassische Bauart eines Knackers, wie er hierzulande in vielen Haushalten zu finden ist. In Material und Design der Hebel können sich einzelne Modelle erheblich voneinander unterscheiden, mitunter fangen gar kleine Körbchen die Splitter der Nussschalen auf.

Die Schraubtechnik

Die Schraubtechnik zielt darauf ab, Druck auf die Nuss mittels einer Schraubbewegung auszuüben. Die Nuss wird in einem engen Behältnis eingespannt. Durch ein im Behältnis befindliches Gewinde wird eine Schraube mit Stempel hineingedreht. Unter dem stetig wachsenden Druck des Stempels gibt die Schale der Nuss schließlich nach. Nussknacker mit Schraubgewinde sind hierzulande zwar weniger verbreitet. Allerdings sind sie oft aus Holz gefertigt und damit ein überaus dekoratives Accessoire.

Die Schleudertechnik

Die dritte Technik zum Knacken von Nüssen ist die Schleudertechnik. Dabei wird die Nuss selbst beschleunigt und abrupt gestoppt. Durch den Aufprall birst die Schale. Möglich wird dies durch eine etwa unorthodoxe Konstruktion aus einem festen Gehäuse, an dem ein Ballon befestigt ist. Die Nuss wird durch eine verschließbare Öffnung in das Gehäuse gegeben und fällt in den Ballon. Durch Zurückziehen und Loslassen des Ballons schnellt die Nuss durch das Gehäuse und zerschellt an der Innenseite des Deckels. Diese Schleudernussknacker sind allerdings recht exotisch und hierzulande nur allzu selten anzutreffen. Umso mehr dürfte dieser Hingucker auffallen, wenn er unter dem Weihnachtsbaum zum Einsatz kommt.

Vorab erst einmal: Der beste Nussknacker öffnet die Nüsse mit möglichst geringem Kraftaufwand und dem Ziel, die Nusskerne im Ganzen zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen eine Reihe physikalischer Kräfte und Regeln zum Einsatz. Nüsse werden nicht nur von Menschenhand geknackt. Auch die Tierwelt weiß um den Genuss der begehrten Köstlichkeiten. Affen setzen einfache Werkzeuge wie geformte Steine zum Knacken ebenso gekonnt ein wie Saatkrähen, die die Nüsse auf der Fahrbahn platzieren und das Gewicht der darüber rollenden Fahrzeuge geschickt ausnutzen.

Hebelkraftmechanik – Wo nicht nur rohe Kräfte walten

Schlagkraft, Druck und Hebelkraft gelten als die bewährten Erfolgsgaranten für das Nüsseknacken. Hinzu kommen die Schleudertechnik und das Ausnutzen der Schwungmasse von Nusskörpern. Um zum Kern der gesunden Früchte vorzudringen, besann sich die Menschheit sehr früh auf die vorteilhafte Kräftesteigerung durch den Einsatz von Hebeln. Die Zangennussknacker basieren auf der Hebelkraft und so verwundert es nicht, dass die allerersten Nussknacker durchweg mit dem Hebelprinzip erfolgreich waren. Über die Zeit wurde die Hebelkraftmechanik immer ausgefeilter und wirkungsvoller. Ganz nebenbei wandten sich Gestaltungsästheten der Hebel zu. Sie formten runde, ovale, gewundene, ziselierte und geperlte Schenkel (Hebel). Deren Oberflächen wurden gescheuert, poliert und geschliffen. Mag die optische Gestaltung sehr unterschiedlich sein, so basiert der Zangen- oder Hebelnussknacker durchweg mit zwei verbundenen Schenkeln. Diese Hebel haben ein oder zwei Auflageflächen für die Nuss. Durch das Schließen der Hebel erhöht sich der Druck auf die Frucht und ihre Schale öffnet sich. Einige Modelle öffnen nicht nur Nüsse. Zu ihrem erweiterten Repertoire zählt ein gepflegtes Doppelleben als Sektzange.

Übrigens: Der größte Knacker misst 10,10 m und steht ebenso wie sein zwergenhafter Bruder, der nur 4,9 mm misst, im ersten Nussknackermuseum Europas in Neuhausen (Erzgebirge).

Von Schlagkraft, Druck, Schleudertechnik und Nuss-Spalterei

Durchschlagende Wirkung zeigen Nussöffner, die aus einer stabilen Metallplatte und einer Gummikappe bestehen. Sie funktionieren nach dem schnöden Prinzip: Hau drauf! Bei dieser brachialen Technik dämpft die Gummikappe den Aufprall der Hand und verhindert so Verletzungen. Bekannt ist auch, dass Druck Gegendruck erzeugt. Bei der Verwendung von meist zylinderförmigen Schraubgewinden verstärkt die Drehmechanik den Druck auf die Nuss und bringt sie letztlich zum Bersten. Einen exotischen Anstrich hat die Schleudertechnik. Dabei wird die Kernfrucht in einem geschlossenen Metallzylinder wie in einer Zwille auf die Gegenwand geschleudert und zerschellt dabei. Nuss-Spalter tragen den modischen Namen Nut Splitter und öffnen bevorzugt Walnüsse. Sie erinnern in ihrer Funktionsweise an Austernmesser und halbieren mittels Spaltung die Schalen der Früchte.

Übrigens: Die fantasievollen Nussknacker in Menschengestalt starteten ihre Erfolgskarriere im Erzgebirge. Als Eisenbahner, König, Gendarm, Förster und Soldat erblickten sie im frühen 19. Jahrhundert das Licht der Welt.

Was wären wir ohne Nussknacker? Womöglich würden wir noch mit Steinen die harten Schalen aufbrechen. Schon früh hat sich die Menschheit daher mit der Erfindung und Entwicklung entsprechender Werkzeuge beschäftigt. Dabei gibt es zwei Arten: Die funktionalen Werkzeuge zum Nüsse knacken und die kunstvoll gestalteten Nussknacker-Figuren. Sie haben ihre jeweils eigene Entstehungsgeschichte.

Das funktionale Nussknacker-Werkzeug

Die frühen Menschen öffneten Nüsse mit ihren Zähnen oder zerschlugen sie mit Steinen. Um bessere Lösungen zu schaffen, gingen die antiken Griechen das Problem mit pragmatischen Physik-Kenntnissen an. Es wird Aristoteles zugeschrieben, im 4. Jahrhundert v. Chr. den ersten funktionalen Nussknacker erfunden zu haben. Er bestand aus zwei Hebelarmen. Diese Grundtechnik wird bis heute verwendet: Zwischen die Hebelarme eine Nuss einlegen, zusammendrücken – und die Schale springt auf. Die Römer übernahmen diese Idee. Wer reich war, konnte sich dabei sehr edle Werkzeuge leisten. Dies überliefert ein bronzener Hebel-Nussknacker aus der Zeit um 300 v. Chr. aus der süditalienischen Stadt Tarent. Die einfache Bevölkerung behalf sich eher mit dem Hammer.

Nussknacker-Figuren

Anders sieht es mit den kunstvollen Nussknacker-Figuren aus. Sie wurden in Europa ab dem 15. Jahrhundert entwickelt. Laut Jakob Grimm steht das im Zusammenhang mit alten heidnischen Ritualen. So gab es einst kleine Götzenfiguren, die aufgestellt wurden, um Hausgeister zu besänftigen. Zwar verschwand dieser Brauch mit der Verbreitung des Christentums, jedoch wirkten die kleinen Figuren als Inspirationsquelle. Leonardo Da Vinci entwickelte eine spezielle Drehbank zum Drechseln von Holzfiguren. Dabei soll er auch an Nussknacker-Figuren getüftelt haben. Schon im 16. Jahrhundert gab es kunstvoll geschnitzte Holznussknacker. Sie waren es wert, von Königen erworben und verschenkt zu werden. So hat der englische König Heinrich VIII seiner Frau Anne Boleyn ein bezauberndes Exemplar als Liebesgeschenk überreicht.

Nussknacker als fröhliche Karikaturen

Die wahre Geburtsstunde der kunstvoll geschnitzten Figuren liegt im 18. und 19. Jahrhundert. Es waren die einfachen Menschen aus ländlichen Bergregionen, die zu den Schöpfern der bis heute verwendeten und beliebten Hebelmänner wurden. Der erste Ursprung findet sich in den Dörfern Südtirols und in Oberammergau. Die bayrischen Holzschnitzer bevorzugten orientalische Motive, wohingegen die Südtiroler lustige Figuren aus ihrer eigenen bäuerlichen Lebensumwelt schnitzten. Die Figuren mit dem großen Mund eignen sich sehr gut für Karikaturen. Wer im Alltag die Rolle des Befehls- oder Machthabers hat, kann als Figur zum Nüsse knacken seine Bedrohlichkeit verlieren. Auf diese Weise lässt sich ein großes Mundwerk oder Größenwahn auf die Schippe nehmen. Nachdem Napoleon die Völkerschlacht bei Leipzig verloren hatte, kam er als Nussknacker-Figur in Mode. Auch der große Bismarck diente als Vorbild für einen Nussknacker.

Romantische Nussknacker-Figuren

Den Höhepunkt erreichte die figurale Holzschnitzkunst ab 1800 im Erzgebirge. Nachdem in den Orten Olbernhau, Seiffen und Neuhausen der Bergbau eingestellt worden war, suchten die Männer nach neuen Berufen. Viele von ihnen wurden daraufhin Drechsler. Daraus entstand das berühmte erzgebirgische Kunsthandwerk. Möbel, Holzspielzeuge, Dekoraktionsfiguren und eben die Holznussknacker entstanden. Sie wurden als Könige oder Gendarmen dargestellt. Die bekannteste Figur des 19. Jahrhunderts ist aber der Soldat. Berühmtheit erlangte diese Figur durch die Weihnachtserzählung „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann (1816). Der Holzsoldat erwacht in der Weihnachtsnacht zum Leben und beschützt mit einer Spielzeugarmee die kleine Marie. Seither ist der Hebelmann untrennbar mit dem Weihnachtsfest verbunden. Die Geschichte zeigt zudem, wie sehr die Hebelmänner im 19. Jahrhundert die Fantasie der Kinder beflügelten. Sie waren eine Mischung aus Gebrauchsgegenstand und Kinderspielzeug. Mit ihren bunten Farben waren sie echte Verkaufsschlager auf den Weihnachtsmärkten. Bis heute vermitteln sie eine romantische Stimmung – oder bringen zum Lachen.

Wenn wir an einen Nussknacker denken, dann haben die meisten von uns sofort das Bild der schönen bunten Holzfigur vor Augen. Tatsache ist aber, dass es unzählige Typen von Knackern gibt, die aber alle eins gemeinsam haben. Nämlich das Ziel die Nuss von der Schale zu befreien. Prinzipiell unterscheidet man zwischen funktionellen und dekorativen Nussknackern.

Funktionelle Nussknacker gibt es in drei unterschiedlichen Varianten: 

  • Schraubnussknacker
  • Schleudernussknacker
  • Zangenartige Nussknacker

Die Funktionsweise des Schraubennussknackers ist simpel. Die Nuss wird in eine Schale gelegt, darauf kommt ein Deckel. Nun wird der Deckel in die Schale geschraubt, dadurch wird die Schale gesprengt und man kann die Nuss auslösen.

Ein Schleudernussknacker wirkt auf den ersten Blick etwas eigenartig, jedoch ist die Funktionsweise durchaus nachvollziehbar. Man legt die Nuss in einen Luftballon, welcher in einen kleinen Metallzylinder eingespannt ist. Das ganze wird mit einem Metalldeckel festgeschraubt. Zieht man den Luftballon samt Walnuss nun in die Länge und lässt beides ruckartig los, so zerschellt die Nuss am Metalldeckel.

Der zangenartige Knacker ist die wohl bekannteste Art des Knackers. Er besteht aus zwei Armen, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind. Legt man die Nüsse in die dafür vorgesehene Einbuchtung und drückt die Arme zusammen, so wird die Schale zerstört.

Dekorative Nussknacker - jahrhundertealte Handwerkskunst

Fehlt nur noch die beliebteste, weil schönste Art, Nüsse zu knacken. Die mit dem dekorativen Knacker. Die grimmigen Gesellen sind auch heute noch sehr beliebt, leider werden diese heutzutage oft nur noch als Dekorationselemente verwendet und verlieren mehr und mehr an Funktionalität. Prinzipiell funktionieren sie aber durch einen einfachen Hebelmechanismus, in dem die Nüsse vorne hinein gelegt werden und der Hebel auf der Hinterseite runter gedrückt wird.

Seit 1800 hat sich das Erzgebirge auf die Herstellung der heute bekannten Knacker aus Buchenholz spezialisiert. Soldaten, Könige oder sonstige Obrigkeiten galten seit jeher als Vorlage für die wunderschönen Holzfiguren. Im 19. Jahrhundert waren sie ein beliebtes Kinderspielzeug. Das Erzgebirge profitiert heute noch von der Herstellung der kleinen Gesellen. Mittlerweile wird in dieser Region eine Vielzahl an Holzfiguren hergestellt, die vor allem zur Weihnachtszeit hohen Absatz finden.

Kleine Kinder fürchten sich oft vor den grimmigen Gesichtern der Nussknacker. Diese sind aber durchaus beabsichtigt und haben eine lange Tradition, denn um 1800 wurden die Obrigkeiten die sie ja im Endeffekt darstellen sollten gerne karikiert.

Dekorative Nussknacker sind heutzutage zwar nicht unbedingt dafür geeignet, Nüsse von dessen harten Schalen zu befreien, dafür sind sie aber wunderschön auszusehen und erfreuen sich nicht nur zur Weihnachtszeit größter Beliebtheit. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und Größen. Gerade auf Weihnachtsmärkten sieht man sie öfter in meterhohen Ausführungen. Sie sind eben immer noch ein beliebtes Symbol der Adventszeit.

Die Geburtsstunde des Nussknackers im Erzgebirge

Ab dem Ende des Bergbaus in Erzgebirge erlebte die Nussknackerproduktion einen unglaublichen Aufschwung. Der in Seiffen ansässige Zimmermann Wilhelm Fürchtner schnitzte Mitte des 19. Jahrhunderts den ersten Nussknacker und leitete damit die Geburtsstunde der legendären Handwerkskunst im Erzgebirge ein. Ein Nussknacker ist dadurch charakterisiert, dass er stets in gerader Haltung stramm steht, den Bauch eingezogen, und die schneeweißen Zähne stets stolz präsentiert.

Erzgebirgische Nussknacker aus Seiffen sollten schon von jeher die Obrigkeit karikieren. Seien es Soldaten, Könige, Förster, Husaren oder Polizisten. Sogar Napoleon war ein dankbares Motiv für den nützlichen Gesellen aus Holz. Dass es sich dabei um Karikaturen handelt beweist der grimmige Gesichtsausdruck, der ihnen allen zu Eigen ist. Die Menschen damals kamen eben genau mit diesen Gesetzeshütern in Berührung und einige dieser Obrigkeiten machten dem ein oder anderen Bürger mit Sicherheit das Leben zur Qual.

Knacker aus dem Erzgebirge werden auch heute noch von Hand bemalt. Würde man das von Maschinen erledigen lassen, so würden sie wohl jeglichen Charme verlieren. So ein grimmiger Geselle besteht aus bis zu 60 Einzelteilen, die in liebevoller Handarbeit einzeln gefertigt und zusammengefügt werden. Er hat in der Regel eine Größe von 30 - 40 cm und besteht aus Holz, Fell, Leder und Stoff.

Aber welche Nussknackerfiguren sind denn nun am beliebtesten?

Im Endeffekt zählen der Gendarm, der Soldat und der König zu den beliebtesten Figuren, wobei der König nach wie vor am aller begehrtesten ist. Kein Wunder, denn in seiner eleganten Galauniform macht er wahrlich richtig Eindruck. Meist hält er ein goldenes Zepter in der Hand und eine beeindruckende Krone darf natürlich auch nicht fehlen.

Man kann übrigens auch als Laie mit bloßem Auge erkennen, ob ein Nussknacker wirklich aus dem Erzgebirge stammt oder eine minderwertige Kopie aus dem asiatischen Raum ist. Die Nasen der maschinell angefertigten asiatischen Variante sind meist erheblich schmaler und filigraner, außerdem ist der Sockel samt Füßen lediglich in Farbe getaucht und nicht Hand bemalt so wie beim erzgebirgischen Modell.

Dekorative Nussknacker: Das sind diese kleinen finsteren Gesellen, die uns vor allem in der Weihnachtszeit an fast jeder Ecke begegnen. Aber wer fabriziert diese schönen Figuren aus Holz eigentlich und wo haben sie ihren Ursprung?

Das Erzgebirge und dessen Bedeutung für das heimische Kunsthandwerk

Wenn man sich den Ursprung der Nussknacker ansehen möchte, muss man einige hundert Jahre zurückgehen. Nachdem der Bergbau im Erzgebirge irgendwann komplett zu erliegen kam, mussten sich die Bewohner dieser Region in Sachsen eine andere Erwerbsquelle suchen und einige von Ihnen entschieden sich zur Drechselbank zu greifen. So entstand nach und nach ein neuer Industriezweig, der sich damit beschäftigte, Spielzeugfiguren aus Holz und Figuren für die Weihnachtszeit zu fertigen.

Der Ursprung des Nussknackers

Im Jahr 1870 entwickelte im kleinen Örtchen Seiffen ein gewisser Wilhelm Fürchner den aller ersten erzgebirgischen Nussknacker und viele weitere Modelle sollten folgen. Was die Vorlagen zu den aufwendig fabrizierten Knackern betrifft, orientierte er sich fast ausschließlich an den damaligen Obrigkeiten der Region. So fabrizierte er Miniaturmodelle von Soldaten, Gendarmen, Förstern und Königen. Da zur damaligen Zeit mit dem gemeinem Volk oft nicht gerade zimperlich umgegangen wurde, verlieh er ihnen den bis heute so charakteristischen grimmigen Gesichtsausdruck.

Nüsse gehören traditionell zu Weihnachten wie Lebkuchen und Plätzchen. Bei den Nüssen beißen sich jedoch viele konventionelle Nussknacker die Zähne aus. Da liegt es nahe, einen einfachen und robusten Nussknacker selbst zu bauen, mit dem auch Kinder leicht und sicher ihre Nüsse knacken können. Einen Nussknacker aus Holz können Sie in wenigen Stunden basteln.

Material und Werkzeug

Der Nussknacker besteht aus einer Grundplatte, einem Rahmen, einem Achslager und einem Hebel. Als Material benötigen Sie lediglich ein Brett mit einer Höhe von 18mm aus hartem Holz wie Ahorn, Buche, Birke, Esche, Eiche.

Die einzelnen Teile können Sie entweder aus einem Brett sägen oder für den Hebel die Achslager und den Rahmen Holzleisten verwenden. Mit Holzleim, Holzschrauben, einer Gewindestange, zwei Unterlegscheiben und zwei Hutmuttern haben Sie Ihr Material beisammen. Als Werkzeug benötigen Sie einen Drillbohrer, eine Säge, Holzfeilen, Schmirgelpapier, Holzleim, einen Zirkel, Lineal und Bleistift.

Sägen und Feilen

Wenn Sie die Teile des Nussknackers aus einem Brett aussägen, dann übertragen Sie die Maße auf das Holz. Damit Ihre Hand beim Herunterdrücken des Hebels Platz hat, sägen Sie auf einer Seite der Platte eine ovale Form aus. Runden Sie dann die „Ecken und Kanten“ des Hebels an den Enden etwas ab. Auch die beiden Achslager sollten Sie an einer Seite etwas in Form bringen. Damit Sie die Nüsse gut unter dem Hebel platzieren können, sägen Sie zwei Rundungen in unterschiedlichen Größen aus. Damit die Nüsse nicht wegrutschen, feilen Sie in die Rundungen noch ein paar Rillen.

Die Maße der einzelnen Teile können Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen. Hier aber ein paar Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können:

  • Grundplatte: 18mm x 11mm
  • Hebel: 280mm x 30mm
  • Achslager: 50mm x 35mm

Zusammenbauen

Damit sich die Löcher für die Gewindestange später an der richtigen Stelle befinden, bohren Sie zuerst ein Loch in eines der Achslager. Übertragen Sie die Positionen des Lochs auf das zweite Lager und auf den Hebelarm. Schieben Sie dann die Gewindestange durch die drei Teile. Legen Sie anschließend die Unterlegscheiben auf und ziehen Sie das ganze mit selbstsichernden Hutmuttern fest. Bohren Sie jetzt zwei Löcher in die Grundplatte, tragen Sie etwas Holzleim auf und verschrauben Sie die beiden Achslager auf der Rückseite der Platte.

Damit die Nüsse auf der Platte nicht wegrutschen, schleifen oder bohren Sie zwei kleine Mulden in unterschiedlichen Größen gegengleich zum Hebel in die Platte. Damit sich die geknackten Nüsse später nicht über den Tisch verteilen, müssen Sie den oberen Teil der Platte noch mit einen kleinen Rahmen versehen. Schneiden Sie dafür vier kleine Leisten zu und verleimen Sie diese mit der Grundplatte. Jetzt müssen Sie sich nur noch etwas gedulden, bis der Leim getrocknet ist. Dann können Sie mit Ihrem Nussknacker selbst die härteste Nuss knacken.


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