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Beide Wörter wecken in den meisten Menschen Assoziationen von im Schnee spielenden Kindern, Geschenken und Behaglichkeit auf. So positiv diese Vorstellungen auch sind, so entlarven sie doch die Unschärfe, welche die Trennung der beiden Begrifflichkeiten in der heutigen Zeit anheimgefallen ist. Vor allem die Werbung in ihrer steten Vermischung christlicher, weihnachtlicher und säkular winterlicher Motive zu einem einzigen wohligen Verkaufsargument trägt maßgeblich dazu bei. Wir wollen im Folgenden also den Unterschied zwischen Winterzeit und Weihnachtszeit herausarbeiten, in dem wir die beiden doch nahe beieinanderliegenden Begriffe klar abgrenzen.

Die Weihnachtszeit bezeichnet üblicherweise die Zeit zwischen dem ersten Advent und dem zweiten Weihnachtsfeiertag, also die vorweihnachtliche Zeit, den Sankt-Nikolaus-Tag am 6. Dezember und Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage. Die Zeit ist in christlichen Gemeinden geprägt von innerer Einkehr, Besinnlichkeit und Freude, ist doch gerade die Weihnacht als Fest der Geburt Jesu von ganz spezieller Bedeutung für das Christentum. Dabei hat die Weihnachtszeit an sich grundsätzlich nichts mit dem Winter zu tun, es ist vielmehr ein kalendarischer Zufall. Schließlich wird Weihnachten auch in Weltgegenden gefeiert, in denen im Dezember weit und breit kein Schnee zu finden ist – wie etwa in Australien, Syrien oder den christlichen Teilen Afrikas. Auch in der Levante, in welcher sich die ursprüngliche Weihnachtsgeschichte zutrug, gibt es im Dezember keinen Schnee, vielmehr herrscht ein angenehmes mediterranes Klima vor (mit der Ausnahme einiger Berggipfel). Die enge Kopplung von Weihnachts- und Winterzeit stammt vor allem aus Europa und Nordamerika, die im kalendarischen Dezember vom Winter heimgesucht werden. Der große europäisch-amerikanische Einfluss auf die weltweite Kultur des Christentums kann hier für die starke Assoziation erklärend herangezogen werden.

Die Winterzeit hingegen hat mit Religion und Spiritualität zunächst nur wenig zu tun, sondern ist in erster Linie eine Jahreszeit. Er umfasst auf der Nordhalbkugel astronomisch 89 Tage - vom 21. oder 22. Dezember bis zum 20. oder 21. März. Allein aus dieser Angabe lässt sich schon ablesen, dass die Weihnachts- und die Winterzeit viel weniger deckungsgleich sind, als vielfach vermutet. Der Hauptteil der Weihnachtszeit findet also im astronomisch-kalendarischen Herbst statt und endet bereits kurz nach Winterbeginn, während der Winter noch einige Monate länger andauert. Obwohl sich die Kinder Anfang Dezember schon dick einpacken sollten, sind die ersten vermeintlichen Wintertage astronomisch noch Teil des Herbstes. Schnee allein ist also noch kein Garant dafür, dass man sich im Winter befindet. (Auch wenn Meteorologen Beginn und Ende von Jahreszeiten gewöhnlich auf den Monatsanfang, bzw. –ende legen).

Daraus sollte ersichtlich geworden sein, dass die Weihnachts- und die Winterzeit sich zwar überschneiden, jedoch nicht so viel miteinander zu tun haben, wie es oft den Anschein hat. Australier zum Beispiel feiern Weihnachten schließlich im Sommer!

Weihnachten, die Feier der Geburt von Jesu Christi, das Fest der Liebe und die schönste sowie besinnlichste Zeit der kalten Wintertage. Neben Ostern und Pfingsten, ist das Weihnachtsfest, eines der großen drei Hauptfeste der Kirche. Festtag ist der 25. Dezember, der sogenannte Christtag oder auch Hochfest der Geburt des Herrn. Beginn der Feierlichkeiten ist am Vorabend, dem Heiligen Abend, umgangssprachlich auch Weihnachtsabend genannt.

Weihnachten im Wandel der Zeit

In der heutigen Zeit, feiern Christen und Nichtchristen Weihnachten meist als Familienfest. Jedoch ist der Besuch des Gottesdienstes am Heiligen Abend auch bei Nichtchristen verbreitet.

Im 15. Jahrhundert wurde der Brauch des gegenseitigem Beschenken von Martin Luther als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag, auf das Weihnachtsfest gelegt, um so das Interesse der Kinder auf Christus statt auf eine Heiligenverehrung zu lenken. Natürlich kamen mit der Zeit verschieden Bräuche wie Krippenspiele, der geschmückte Weihnachtsbaum, der Adventskranz und der Weihnachtsmann hinzu. Bräuche sind von Land zu Land unterschiedlich. Auch in den verschiedenen Gebieten der Länder, finden sich unterschiedlichste Traditionen. Im Erzgebirge wird z.B. viel Wert auf eine traditionelle Weihnachtsbeleuchtung in den Fenstern mit sogenannten Schwibbbögen gelegt. Auch im Weihnachtsfestessen gibt es in den verschiedenen Bundesländern große Unterschiede. Eine weitere große kirchliche Tradition ist die heilige Messe (Christmette), die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird.

Beginn und Dauer des Advent und der Weihnachtszeit

Beginn der Weihnachtszeit ist die vorweihnachtliche Buß- und Fastenzeit (der Advent oder die Adventszeit), die später in die weihnachtliche Freudenzeit übergeht. Mit dem letzten Sonntag des alten Kirchenjahres (Adventssonntag), beginnt das neue Kirchenjahr. Ende der Weihnachtszeit ist je nach Konfession am Fest der Taufe des Herrn (Sonntag nach dem 6. Januar) oder am Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar). In der altkatholischen Kirche endet die Weihnachtszeit am 2. Februar (Mariä Lichtmess).

Schon Mitte des ersten Jahrhundert wurde der 25. Dezember als kirchlicher Feiertag belegt. Je nach Land ist die Festlegung und die Anzahl der Feiertage unterschiedlich.

„Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee“ besagt eine alte deutsche Bauernregel. Die vergangenen Jahre, scheinen diese Bauernregel immer häufiger zu bestätigen. Scheinbar sind die Winter und das Wetter nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Dabei bedeutet speziell für Kinder die Weihnachtszeit Wintertage mit Schnee, Kälte und Schlittenfahren mit allem was dazugehört.

Aber schon im Althochdeutschen bedeutet „wintar“ eigentlich nichts anderes als nasse Jahreszeit. Gleichzeitig ist sie die kälteste unter den vier Jahreszeiten auf der nördlichen Halbkugel. Das trifft vor allem auf die drei nördlich ausgerichteten Klimazonen Subtropen - Mittelbreiten und Polarzone zu. In den Mittelbreiten bis zum Polarkreis (66,5 Grad) machen sich die Jahreszeiten besonders stark bemerkbar. Neben dem Hochsommer und dem Hochwinter treten auch Frühling und Herbst deutlich hervor.

Stand der Sonne bestimmt den astronomischen Winterbeginn und sein Ende

Nördliche Erdhalbkugel
Aus astronomischer Sicht beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel der Erde zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne senkrecht über dem Breitengrad 23° 26' 5? südlicher Breite. In Deutschland ist es der kürzeste Tag, ab diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger, die Nächte entsprechend kürzer. Am 20. März oder in der darauffolgenden Nacht (21. März) herrscht auf der nördlichen Erdhalbkugel die Tag/Nacht-Gleiche, es endet nach 89 Tagen der astrologische Winter auf der Nordhalbkugel der Erde.

Südliche Erdhalbkugel
Jenseits des Äquators müssen die Bewohner 4 Tage länger auf den Frühling warten. Der Winter beginnt pünktlich am 21. Juni, die Sonne steht senkrecht über dem Breitengrad 23° 26' 5? nördlicher Breite. Im Süden des Äquators ist dies der kürzeste Tag. Von diesem Tag an werden die Nächte wieder kürzer und die Tage länger. Am 22. oder 23. September beginnt der Frühling, es ist Tag/Nacht-Gleiche.

Nicht alles läuft rund mit der Erde

Die Erdumlaufbahn, der Weg der Erde um die Sonne weicht um 1,7 Prozent von der Kreisbahn ab, ist leicht elliptisch. Das hat zur Folge, dass nicht alle vier Jahreszeiten die gleiche Länge haben. Außerdem sind die Nordwinter nicht nur kürzer als die Südwinter, sie sind auch etwas wärmer. Folge des geringeren Abstands der Erde zur Sonne 147 Millionen Kilometer am 3. Januar, Perihel (Nordwinter) gegenüber 152 Millionen Kilometer am 3. Juli Aphel (Südwinter).

Die astronomischen Jahreszeiten, die sich daraus für die Nordhalbkugel der Erde und für die Südhalbkugel der Erde ergeben sind vom:

  • 21. Dezember bis 21. März: Nordwinter - Südsommer
  • 21. März bis 21. Juni: Nordfrühling - Südherbst
  • 21. Juni bis 23. September: Nordsommer - Südwinter
  • 23. September bis 21. Dezember: Nordherbst - Südfrühling

Der gregorianische Kalender bestimmt den Beginn des meteorologischen Winters

Die Meteorologen gehen aufs Ganze. Sie ordnen den einzelnen Jahreszeiten jeweils nur ganze Monate zu. So beginnt der meteorologische Winter auf der Nordhalbkugel exakt am 1. Dezember und endet drei Monate später am 28./29. Februar. Der Frühling schließt sich am 1. März für drei Monate an. Er endet am 31. Mai und am 1. Juni beginnt der dreimonatige meteorologische Sommer. Der Sommer verabschiedet sich am 31. August und am 1. September beginnt der Herbst, der wiederum verabschiedet sich am 30. November in den meteorologischen Winter und alles geht auf Anfang. Basis für diese Kalenderangaben ist der weltweit akzeptierte gregorianische Kalender.

Wintermonate und Winterwetter haben in den letzten Jahren wenige Gemeinsamkeiten

Einer der kältesten Winter herrschte 1962/1963 mit einem Temperaturmittel von -5,5 °C. Es waren so niedrige Temperaturen, dass sogar der Bodensee mit einer tragenden Eisschicht ganz zugefroren war. Der Winter 2006/2007 zeigte annähernd mit 4,4 °C die gleichen Zahlen allerdings im Plusbereich; es war einer der wärmsten Winter.

Die Begriffe „Weihnachten“ und „Winter“ haben nicht nur den Anfangsbuchstaben gemein. Sie sind zumindest in Europa so stark miteinander verflochten, dass das eine kaum ohne das andere existieren kann. Kindheitserinnerungen, die mit der Weihnachtszeit verbunden sind, brauchen Kälte und Schnee wie ein Fisch das Wasser.

Wintertage und Weihnachten – Zeit der Gegensätze

Keine Zeit im Jahr weist einen ähnlich ambivalenten Charakter auf wie diese. In unserer Vorstellung erscheint das Bild von Eisblumen an den Fenstern, während im Kamin das Feuerholz knistert, Kinder kommen mit durchfrorenen Füßen vom Rodeln in die warme Stube und wärmen sich die Füße am Kachelofen. Draußen blüht kein Strauch, die Landschaft ist eintönig mit Schnee bedeckt, doch drinnen prunkt der Weihnachtsbaum in den schillerndsten Farben und umlagert von den fantasievollsten Geschenken.

Zeit der Stille?

Der Advent, oft als stillste Zeit des Jahres bezeichnet, entwickelt sich für viele Menschen alljährlich zum Wettlauf mit der Zeit. Feiertagsbesuche, Festessen, Weihnachtsdekoration, Geschenke, häufig verbunden mit notwendigen Geheimhaltungspflichten, lassen manchem den Puls höher schlagen und das Ende der Festtage herbeisehnen. Denn es ist nicht jedem gegeben, beizeiten alle Besorgungen zu erledigen und am Ende nicht unter Zeitdruck zu geraten.

Was wäre ein Winter ohne Weihnachten?

Aufgrund der häufig damit verbundenen Hektik erklären viele, sie könnten gerne auf Weihnachten verzichten. Doch wer auch nur ein kleines bisschen Sinn für Romantik hat, wird zugeben müssen, dass Weihnachten, wäre es nicht ein fixer Bestandteil unseres Jahreskreises, erst recht erfunden werden müsste, um nicht ein riesiges Vakuum in einer Jahreszeit zu hinterlassen, die mit ihrem Mangel an Sonne und Licht ohnehin schwer auf der menschlichen Psyche lastet.

Fazit

Die Zeit, zu welcher wir Weihnachten feiern, könnte dramaturgisch kaum besser gewählt sein. Sie fällt zusammen mit dem langsamen Ausklang des alten Jahres. Sie öffnet den Sinn für ein nostalgisches Schwelgen in vergangenen Kindheitserinnerungen, sodass es sich manche Väter nicht nehmen lassen, selbst den Weihnachtsbaum zu schmücken, während im Hintergrund leise altbekannte Weihnachtsweisen das Herz zum Klingen bringen und der Gedanke an den himmlischen Duft von Großmutters Weihnachtskeksen den Gaumen reizt.

Was wäre aus der großartigen Weihnachtsbeleuchtung geworden, bei der sich jede Gemeinde jährlich selbst an Einfallsreichtum übertreffen will? Selbst der Adventskranz würde in Anbetracht der langen Tage im Sommer mit seinen Kerzen nur ein kümmerliches Dasein fristen.

Nein, Winter und Weihnachten gehören zusammen und sie werden weiterhin dafür sorgen, uns die Zeit zu versüßen, nicht nur mit leckeren Weihnachtsbäckereien sondern auch mit heimeligen Geschichten in der warmen Stube und einem gemütlichen Beisammensein im Kreise der Familie.

Unter einer weißen Weihnacht versteht man, dass es am Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen schneit. Doch alle Jahre wieder – kein Schnee zu Weihnachten.

Weiße Weihnachten sind ein Mythos

In der Weihnachtszeit liegt meistens kein Schnee. Weiße Weihnachten sind eher die Ausnahme, nur im Gedächtnis wird dieses Fest mit Schnee in Verbindung gebracht. Das ist ja auch kein Wunder, denn in beinahe allen Weihnachtsliedern kommt Schnee vor. Denken Sie nur mal an den erfolgreichsten Song aller Zeiten. Bing Crosby sang „I'm dreaming of a white christmas“ und dieses Weihnachtslied sagt eben aus, dass zu Weihnachten Schnee fällt. Auch deutsche Lieder, wie etwa „Leise rieselt der Schnee“ berichten von einer weißen Weihnacht. Über das Wetter sind sich alle einig, zu den Feiertagen soll es schneien.

Es schneit nicht

Tatsächlich liegt kein Schnee, nicht mal ein Schneeflöckchen ist zu sehen. Das Wetter in Deutschland ist eher mild, also bleiben die Wiesen grün, eher noch grau. Trotzdem wünschen sich die meisten Menschen eine geschlossene Schneedecke zu Weihnachten, doch die Wintertage geben einfach keinen Schnee her. Die weiße Pracht bleibt aus – wie immer. Denn Schnee zu Weihnachten war immer schon selten, weiße Weihnachten sind wohl eher ein Traum, als es in Wirklichkeit stattfindet.

Nur auf hohen Bergen

Eigentlich ist das Wetter zu Weihnachten eher schmuddelig und grau in grau. Beinahe immer um diese Zeit gibt es ein Tiefdruckgebiet zwischen Skandinavien und Island, gleichzeitig aber ein Hoch über dem Mittelmeer. Das schließt Schnee eigentlich aus, an den Festtagen wird es warm, bis zu 15 Grad sind möglich. Wenn Sie eine Winterlandschaft erleben möchten, dann sollten Sie auf die Zugspitze fahren, denn hier ist alle drei Weihnachtsfeiertage eine geschlossene Schneedecke. In Berlin ist zur Weihnachtszeit seit 1951 nur 8x Schnee gefallen und im Rheinland war gar zehn Jahr lang keine Schneeflocke zu sehen. Gesicherte Wetter-Daten reichen bis zum Jahr 1900 zurück, Schnee zu Weihnachten war in der ganzen Zeit wirklich selten. Zum Fest ist Nieselwetter angesagt, der Schnee kommt erst im Januar.

Das Gehirn macht uns etwas vor

Das Gedächtnis mogelt. Es strömen täglich unzählige Informationen auf uns ein, langweilige und uninteressante Ereignisse werden aussortiert; gleichzeitig prägen sich aber glückliche Momente ein. Wer also schon einmal durch meterhohen Schnee zur Mitternachtsmesse gestapft ist, wird sich daran besser erinnern, als an eine neblige und regnerische Nacht. Auch relativ schneearme Jahre werden verklärt und als besonders schneereich in Erinnerung behalten.

Die Wintertage in Deutschland bleiben auch in Zukunft eher mild, aber deswegen wird das Weihnachtsfest stimmungsvoll auch gefeiert und morgendliches Schneeschippen ist ja gar nicht so toll. „White Christmas“ gehört eigentlich der Vergangenheit an – zumindest in Deutschland.

Wenn man Deutsche fragen würde, welches Wetter sie sich zu Weihnachten wünschen, würden vermutlich 90 Prozent der Bevölkerung sagen: Schnee und „Weiße Weihnachten“. Aber was ist denn so schön am Schnee an Weihnachten? Schneeschippen ist lästig und das Fahren auf verschneiten, glatten Straßen ist auch kein Vergnügen. Trotzdem ist das so in unseren Köpfen drin, dass zur Weihnachtszeit Winter ist und die Tannen mit weißem, flockigen Schnee bedeckt sein sollten. Wir denken an Bing Crosby und seinen Song „White Chrismas“, den man x-mal zur Weihnachtszeit zu hören bekommt. Aber findet Weihnachten denn überall auf der Welt im Winter statt?

Australien: Weihnachten im Hochsommer

Wenn bei uns Wintertage mit Schnee herrschen, ist in Australien gerade die heißeste Jahreszeit. Hier vermischen sich europäische Weihnachtstraditionen mit südländischer Party- und Urlaubsstimmung, denn die Kinder haben gerade große Ferien. Zwar helfen auch hier die Kinder beim Weihnachtsbaumschmücken mit, auch wenn das meist nur Plastikbäume sind, und erhalten Geschenke. Die Straßenbäume sind mit Lichterketten geschmückt und die Häuser nach amerikanischem Vorbild mit unzähligen Lämpchen verziert. Hier skurril wirkende Rentierschlitten zieren die Schaufenster und schwitzende Weihnachtsmänner in roten Anzügen verteilen Süßigkeiten.

Südamerikanische Länder: Bei sommerlicher Temperaturen wird ausgelassen Weihnachten gefeiert

In Kolumbien und Bolivien gehört das Aufstellen einer Weihnachtskrippe besonders zur weihnachtlichen Tradition. Zwar sind das auch hier Familienfeste mit traditionellen Weihnachtsmenüs (keine Gänsebraten) und Geschenke, doch geht das fröhlicher zu. Statt deutscher Besinnlichkeit herrscht hier viel Fröhlichkeit. In Brasilien schmückt man zur Weihnachtszeit außer Tannen auch Palmen, Mangobäume und Bananenstauden. Zwar wurde von den Einwanderern die europäische Weihnachtstradition auch nach Brasilien gebracht, doch ist das dort ein rauschendes Fest mit Feuerwerk und Tänzen.

Weihnachten in Afrika, meist trocken und heiß

In Uganda feiert man ähnlich wie in England, schließlich war dies ja einmal eine englische Kolonie. Also am 25. Dezember, es werden Carols gesungen und die Geschenke gibt es am Boxing Day. Allerdings gibt es hier nicht die deutsche Geschenkekultur. Falls es Geschenke gibt, dann für die Kinder. In Uganda legt man mehr Wert auf üppiges Essen im Familienkreis. In Angola wird in christlichen Familien ähnlich wie bei uns gefeiert, nur bei warmem Wetter. Im Kongo wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch ist zwar Weihnachten ein wichtiges Fest, doch für Geschenke und große Festtagsmenüs fehlt meist das Geld.

Verschneite Winterhäuser, Laternen oder Tannen; der Weihnachtsmann, die Heilige Familie, die Hirten und zahlreiche andere Figuren aus der Weihnachtszeit: Die heutige Weihnachtsdekoration bietet weihnachtliche Kunstobjekte für jeden Geschmack und damit zugleich auch Spielraum für jede Menge Kreativität. Hauptsächlich lässt sie sich unterteilen in christliche Motive oder Szenen und Figuren, welche die Schönheit des Winters künstlerisch darstellen.

Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst Du geschneit?

Bereits die Breslauer Kindergärtnerin und Lehrerin Hedwig Haberkern widmete der Faszination und dem Zauber verschneiter Wintertage ein eigenes Lied. In ihrem Erstlingswerk „Tante Hedwigs Geschichten für kleine Kinder“ erzählte sie 1869 die Geschichte von der Schneewolke, in der auch das berühmte Kinder- und Winterlied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ vorkommt. Während der Winter noch im 18. Jahrhundert als eisige, harte und entbehrungsreiche Zeit betrachtet und von dem bekannten Kupferstecher Daniel Chodowiecki als eine finstere, mit einem Besen drohende Gestalt dargestellt wurde, geht es hier erstmals um Spaß, Ausgelassenheit und Freude in winterlicher Landschaft. In der letzten Strophe werden der Bau eines Schneemanns und eine ausgelassene Schneeballschlacht besungen. In diesem Jahrhundert wird der Winter zunehmend als freundlicher und kugelrunder Herr präsentiert.

Vom Charme verschneiter Landschaften

Ebenso werden in dem bekannten Kinderlied über die Schneeflocke die Magie verschneiter Winterlandschaften und die Ästhetik frostiger Schneekristalle gerühmt, spricht Haberkern doch von „Weißröckchen“, der schlesischen Bezeichnung der Schneeflocke. Als lieblicher Stern malt die Schneeflocke Blumen und Blätter ans Fenster und behütet die Pflanzen in himmlischer Ruh; als langersehnter Freund aus den Wolken wird sie von jedem Kind und von manchem erwachsenen Winterfreund vor Weihnachten sehnlichst erwartet. Für die meisten Menschen ist Weihnachten ohne Schnee schließlich nur halb so schön. Kein Wunder also, dass viele weihnachtliche Kunstobjekte und Dekofiguren für Weihnachten in weißen Landschaften, inmitten bereifter Tannen oder in verschneiten Dörfern dargestellt werden.

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