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Erzgebirge Volkskunst
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Das Erzgebirge im tschechisch-deutschen Grenzgebiet ist bekannt für seine bergige und waldreiche Landschaft, für die Bergbautradition und vor allem auch für erzgebirgische Volkskunst. Fast jeder Deutsche verbindet mit dem Namen Erzgebirge Holzfiguren wie den Nussknacker oder das Räuchermännchen. Aber auch Holzspielzeug, Pyramiden, Engel, Spieldosen oder Schwibbögen zeugen von der einzigartigen Handwerkskunst aus dem Erzgebirge, die von Generation zu Generation überliefert wird. Die vielfältigen Holzfiguren beeindrucken durch Schlichtheit, Schönheit und Robustheit – eine typisch erzgebirgische Kombination.

Dabei bleibt die erzgebirgische Volkskunst nicht in der Vergangenheit stehen, sondern verbindet den Wandel des Geschmacks und neue Trends mit den hölzernen Urformen und traditionellen Handwerkstechniken. Es gibt durchaus moderne Holzfiguren und Gestaltungen, die das Erbe der traditionellen erzgebirgischen Handwerkskunst noch in sich tragen, besonders was die alten Handwerkstechniken betrifft. Die traditionelle Formensprache wird immer mehr durch moderne Interpretationen ergänzt und erweitert. Das zeugt von Lebendigkeit und Offenheit dem Neuen gegenüber. Nur so ist es möglich, dass die Holzfiguren und Handwerksprodukte über Jahrhunderte lang so erfolgreich waren und auch im 21. Jahrhundert immer wieder neue Kunden begeistern. Die Holzfiguren und hölzernen Handwerksprodukte bringen jedes Jahr, nicht nur zur Weihnachtszeit, viele Menschen zum Strahlen: egal ob es sich um den Nussknacker, einen Schwibbogen oder ein Räuchermännchen handelt. Sie erzeugen ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit und begleiten die Menschen oftmals ein ganzes Leben lang. Die Vielfalt an Figuren, Bemalungen und Kombinationen verzaubert die Menschen immer wieder.

Erzgebirgische Handwerkskunst ist größtenteils noch echte Handarbeit, auch wenn mittlerweile teilweise moderne Maschinen Einzug gehalten haben. Eine industrielle Produktion findet allerdings nicht statt. Daher unterscheidet sich die handwerkliche Herstellung von erzgebirgischer Volkskunst in kleinen Familienbetrieben und traditionellen Manufakturen von industriellen Nachahmer-Produkten aus Fernost. Die erzgebirgische Volkskunst ist allerdings einzigartig und besitzt eine lange Tradition, deren Geschichte und Geist sich nicht so einfach nachahmen lassen. So trägt jeder Kauf eines erzgebirgischen Handwerksprodukts zum Erhalt von traditionellen Handwerkstechniken und heimischen Arbeitsplätzen im Erzgebirge bei. Die Holzfiguren und Handwerksprodukte sind immer in liebevoller Handarbeit gefertigt und ein Ausdruck der traditionellen erzgebirgischen Volkskunst, die Besucher und Käufer von nah und fern erfreut und nicht nur das Herz von Sammlern höherschlagen lässt. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, gleicht kein Handwerksprodukt dem anderen; jedes ist ein Unikat. Zwar treten Räuchermännchen und Nussknacker häufig in der Regel als Solisten auf, aber schon bei Pyramiden oder Spieldosen bilden Holzfiguren und weitere Holzelemente wunderbare Ensembles, die zum Träumen anregen.

Das Erzgebirge liegt als Mittelgebirge im Südosten von Deutschland und im Nordwesten von Tschechien. Es ist gleichzeitig auch eine Kulturlandschaft und historische Region. Da dort im 12. Jahrhundert das silberhaltige Erz gefunden wurde, nannte man das Mittelgebirge dementsprechend Erzgebirge. Neben Eisenerz wurden vor allem auch Zinn und Silber gefördert. Diese Rohstoffvorkommen zogen viele Menschen an, die im Bergbau ihr Geld verdienen wollten. Außerdem brachte der Rohstoffboom für die sächsischen Landesfürsten großen Reichtum. Das Leben der Bergleute unter Tage war aber hart und karg; sie hatten vom Reichtum nicht viel. Trotzdem bestimmten sie das Gesicht dieses Landstrichs entscheidend mit.

Im 17. Jahrhundert waren die großen Erzvorkommen erschöpft, so dass neue Einkommensquellen in dieser kargen und vom Bergbau gezeichneten Region erschlossen werden mussten. Im Bergbau spielte Holz selbstverständlich eine wichtige Rolle, denn Holzbalken stützten die Stollen ab. Außerdem war Holz aus den heimischen Wäldern immer noch reichlich vorhanden. Nach Feierabend und in der spärlichen Freizeit wurde das Schnitzen eine beliebte Beschäftigung, der die ganze Familie frönte. Als der Bergbau nicht mehr ausreichend das Einkommen sicherte, machten die ersten Bergleute rund um Seiffen die Holzbearbeitung zu ihrem hauptsächlichen Beruf. Es entwickelte sich schnell ein neuer Haupterwerbszweig, der vielen Bergleuten Arbeit gab.

Besonders beliebt war das Holzspielzeug, welches sich zu einem Exportschlager entwickelte. Rund um das Spielzeugdorf Seiffen liegen daher die Wurzeln der erzgebirgischen Volkskunst, die in der Folgezeit weltweite Berühmtheit erlangte. So prägte und prägt die Handwerkskunst eine ganze Region. Holzspielzeuge und Gebrauchsgegenstände waren anfangs die wichtigsten Handwerksprodukte und Ausgangspunkt für die weiteren erzgebirgischen Entwicklungen. Schnell entstanden die typischen erzgebirgischen Figuren wie Nussknacker, Räuchermänner, Bergmänner, Schwibbögen oder Pyramiden. Die erzgebirgische Volkskunst ist immer noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und spielt noch heute für den Tourismus eine große Rolle.

Auch wenn der Erzabbau nun schon einige Jahrhunderte zurückliegt, sind die alten Bergbaustädte noch immer typisch für das Erzgebirge und werden die bergmännischen Traditionen gepflegt. Besonders auf der Silberstraße, die als Ferienstraße von Dresden nach Zwickau führt, erzählen alte Bergbaustädte wie Marienberg, Schwarzenberg oder Annaberg und historische Bergwerke sowie Bergbauanlagen von der Bergbautradition im Erzgebirge. Dabei ist das Erzgebirge in eine wundervolle und idyllische Natur eingebettet, die zum Erholen, zu Aktivitäten und zum Genuss einlädt.

Während zuerst Holzspielzeug weltweit den legendären Ruf der erzgebirgischen Volkskunst begründete, stehen mittlerweile die traditionellen Holzfiguren wie Nussknacker und Bergleute sowie Holzprodukte wie Pyramiden und Spieldosen dem Holzspielzeug in nichts nach. Der Reichtum an Typen und Varianten ist dabei sehr groß – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Aber auch die alten Handwerkstechniken sind beeindruckend, denn sie haben Jahrhunderte überlebt und sind die Grundlage für typische erzgebirgische Handwerksprodukte. Die Handarbeit ist immer noch das A und O der erzgebirgischen Handwerkskunst. Neben dem Drechseln und Schnitzen sind das Spanbaumstechen und Reifendrehen typische Handwerkstechniken aus dem Erzgebirge, die besondere Kunsthandwerksprodukte erst ermöglichen.

Das Holz stammt selbstverständlich aus den heimischen Wäldern, vornehmlich wird Fichten- oder Lindenholz für die Erstellung von erzgebirgischer Volkskunst verwendet. Jeder Stamm und jede Holzscheibe ist aufgrund der Maserung einzigartig. Dementsprechend gleicht auch kein Handwerksprodukt dem anderen. Mit jedem ergebirgischen Handwerksprodukt erwirbt der Käufer ein Unikat, welches es so kein zweites Mal gibt. Fichten- oder Lindenholz als lassen sich zudem leicht bearbeiten und bleiben trotzdem stabil. Mit viel Fingerspitzengefühl und hoher Konzentration bearbeiten Drechsler und Schnitzer die Holzrohlinge. Ihre formal stark reduzierte Form ist besonders charakteristisch. Lebendigkeit erhalten die Holzfiguren aufgrund der natürlichen Maserung des Holzes und der farblichen Gestaltung.

Das Drechseln ist die grundlegende Handwerkstechnik im Erzgebirge, denn durch das Drechseln werden die typischen Figurenkörper hergestellt, die die Basis für viele Holzfiguren und Handwerksprodukte sind. Dabei wird beim Drechseln ein Stück Holz auf eine Achse eingespannt, die dann mitsamt Holzstück mit großer Geschwindigkeit rotiert. Während des Drehens setzt der Drechsler ein Drechseleisen an das Holzstück an und trägt so bestimmte Stellen des Holzes gleichmäßig ab, sodass die gewünschte Grundform für die Weiterverarbeitung entsteht.

Zu den Grundformen gehören beispielsweise Körper, Kugeln, Beine, Arme, Räder oder Zylinder. In einem nächsten Arbeitsschritt werden solche Grundformen dann miteinander montiert und verleimt, bevor sie dann kunstvoll bemalt werden. Die meisten typischen Holzfiguren, wie die Nussknacker, die Bergmänner oder die Räuchermänner, werden in erster Linie gedrechselt und nicht geschnitzt. Aber auch beim Drechseln sind eine ruhige Hand und ein geschultes Auge wichtig, um die erforderliche Genauigkeit zu erreichen.

Auch das Schnitzen war und ist im Erzgebirge überaus beliebt. In der waldreichen Region bot es sich an, als Ausgleich für die kraftraubende Arbeit im Stollen mit dem Schnitzen zu beginnen. Das Schnitzmesser gehört zu den erzgebirgischen Bergleuten genauso wie die Grubenlampe. Das Schnitzen ermöglicht dabei sehr filigrane und detaillierte Muster. Anfangs waren es häufig "nur" Gebrauchsgegenstände oder die Umsetzung von besonderen Erlebnissen, aber die Phantasie und die Kreativität der Erzgebirger kannte schon früher keine Grenzen. So schnitzte nicht selten die gesamte Bergmanns-Familie in der wenigen freien Zeit kunstvolle Figuren und Handwerksprodukte. Das Schnitzmesser wird heutzutage besonders für die Bearbeitung der Details an den Holzfiguren und Handwerksprodukten verwendet.

Das Reifendrehen ist eine alte erzgebirgische Handwerkskunst, die im Erzgebirge erfunden und auch weiterentwickelt wurde und bei dem die traditionellen Reifentiere entstehen. Das Reifendrehen ist etwas gröber als das Spanbaumstechen, aber nicht weniger herausfordernd für den jeweiligen Handwerker. Dabei wird ein Holzstück, welches meistens aus Fichtenholz besteht, in einer Holzdrehbank während der schnellen Rotation so mit einem Drechseleisen bearbeitet, dass in einem ersten Arbeitsschritt ein Holzring entsteht und in einem zweiten Arbeitsschritt Konturen gedrechselt werden.

Die Konturen entsprechen den gewünschten Holzfiguren, zum Beispiel Rentiere, Schafe oder Kühe. Diese Holzfiguren entstehen letztendlich dadurch, indem der Holzring in regelmäßigen Abständen in kleine Segmente gesägt wird. Diese Rohlinge werden dann gegebenenfalls durch Schnitzen weiterbearbeitet und schließlich bemalt. So entstehen besonders die typischen Reifentiere, die als Spielzeug genutzt oder als Figuren für Pyramiden verwendet werden. Mit dem Reifendrehen ist es möglich, viele Holzfiguren in kurzer Zeit herzustellen. Das war schneller und damit effizienter als das manuelle Schnitzen. So verwundert es nicht, dass das Reifendreher-Handwerk im Erzgebirge seine Hochburg hatte. Auch heute können Besucher die Kunst des Reifendrehens in Schauwerkstätten hautnah erleben.

Eine weitere handwerkliche Besonderheit des Erzgebirges besteht in der Tradition des Spanbaumstechsens. Dabei ist die Grundform ein Stab aus einem weichen Holz. Meistens handelt es sich dabei um Lindenholz, da Lindenholz sich gut in alle Richtungen bearbeiten lässt und nicht brüchig ist. Von diesem Holzstab werden mit einem Stecheisen gleichmäßige Späne von unten nach oben abgezogen, sodass sich die Späne in Form einer Locke nach oben rollen. Die Späne werden allerdings nicht komplett vom Holzstab abgetrennt, sondern bleiben mit dem Holzstab verbunden. Dieser Vorgang wird dann sowohl nebeneinander um den Holzstab herum als auch untereinander wiederholt: Locke um Locke. Auf diese Weise entstehen filigrane Spanbäume, die dann besonders die Weihnachtspyramide und den Schwibbogen zieren. Es ist einleuchtend, dass der Handwerker beim Spanbaumstechen ein absolut ruhiges Händchen und Nerven aus Stahl benötigt, denn mit einem falschen Schnitt wird ein Spanblatt abgetrennt, sodass die gewünschte Symmetrie verlorengeht und die Arbeit letztendlich umsonst war.

Die ein- und mehrstöckigen Weihnachtspyramiden sind ein Paradebeispiel für die erzgebirgische Volkskunst und das kreative Talent der Handwerker. Angetrieben durch das Aufsteigen der Kerzenwärme wird das Flügelrad und die Pyramide in Bewegung versetzt. Je nach Anzahl sowie Art der Kerzen und der Neigung der Flügelräder dreht sich die Pyramide mal schneller und mal langsamer.

Wie in einem Film ziehen dann die unterschiedlichsten Szenen an den staunenden Augen vorbei – egal ob es sich um Kinder oder um Erwachsene handelt. Mit Reifentieren, Spanbäumchen sowie gedrechselten und geschnitzten Figuren werden religiöse Szenen, weltliche Szenen oder einfach Landschaften und das (historische) Leben nachgezeichnet. Besonders typisch sind Pyramiden mit der Krippenszene. Aber es gibt auch Pyramiden mit Christis Geburt, dem Schneemann, dem Weihnachtsmann, einem Lebkuchenhaus oder sehr vielen unterschiedlichen Tieren. Für jeden Geschmack haben die Kunsthandwerker etwas im Angebot.

Mit jeder Umdrehung gibt es ein neues Detail zu entdecken und eine Geschichte wird Umdrehung für Umdrehung erzählt. Bald verliert sich der Beobachter ins Reich der Phantasie. Das Knistern und der Lichtschein der Kerzen lassen besonders zu Weihnachten so richtig gemütliche Stimmung und Vorfreude aufkommen.

Die altehrwürdigen Nussknacker gucken mit ihren buschigen Augenbrauen in der Regel recht finster drein. Trotz gefletschten Zähnen verbreiten sie allerdings nicht so viel Ehrfurcht, als dass man sich vor ihnen wirklich fürchten müsste. Vielmehr verrichten sie in ihrem farbenfrohen Gewand Nuss für Nuss ihre kraftvolle Aufgabe. Im Angesicht einer Nuss müssen sie einfach mit ihrem großen Mund zuschnappen.

Die Nussknacker sind Soldaten, Offiziere und Fürsten nachgeahmt und daher meistens in eine Uniform gehüllt und bewaffnet. Sie strahlen eine unantastbare Autorität aus. Die Obrigkeit und die Diener der Obrigkeit waren dem einfachen Volk oftmals ein Dorn im Auge, denn deren Regeln und Verhalten entsprachen nicht immer den Wünschen des Volkes und wurde manches Mal als Willkür empfunden. Aber da die Erzgebirger ein humorvolles Volk sind, haben sie die Obrigkeit in Holz verewigt, um sie zur Strafe so manche harte Nuss knacken zu lassen.

Mittlerweile gibt es aber auch Nussknacker, die nicht zur Obrigkeit oder zum Soldatentum gehören. Figürlich werden zum Beispiel der Weihnachtsmann, der Trommler, der Schäfer oder der Nachtwächter umgesetzt. Sie passen sich gut dem Geschmack ihrer Besitzer an und verrichten zu Weihnachten routiniert ihr wichtiges Werk: jede Nuss muss geknackt werden. In der Regel werden die einzelnen Teile der Nussknacker gedrechselt und dann miteinander montiert und verleimt. Die individuelle Bemalung verleiht dem jeweiligen Nussknacker sein ganz individuelles Aussehen. So wachen die großen Nussknacker immer noch über den Weihnachtsfrieden.

Im Gegensatz zu den Nussknackern fallen die Räuchermännchen kleiner und rundlicher aus. Sie charakterisieren den „einfachen Mann“, der unentwegt Pfeife raucht. Der gewölbte Bauch und die dicken Backen ermöglichen die Erzeugung von möglichst dicken Rauchschwaden, die dann durch den runden Mund nach draußen dringen. Für die Rauchschwaden sorgen die typischen Räucherkerzen. Aber was war wohl zuerst da: die Räucherkerzen oder die Räuchermännchen? Die Räucherkerzen besitzen die längere Tradition. Pfiffige erzgebirgische Handwerker gestalteten dann eine Hülle in Form der beliebten Räuchermännchen, um den weihnachtlich duftenden Räucherkerzen den würdigen Rahmen zu bieten.

Die spezielle Zusammensetzung der erzgebirgischen Räucherkerzen ist immer noch ein großes Geheimnis einer jeden kleinen Produktionsstätte. Neben den Grundstoffen Holzkohle, Kartoffelstärke, Holzmehl und Bindemehl machen die Kombination der verwendeten Duftstoffe die besondere Note einer einzelnen Räucherkerze aus. Die weihnachtlichen Räucherkerzen beinhalten oftmals Tannen-, Orange-, Jasmin-, Zimt- oder Weihrauch-Duft. Genauso wie die Räuchermännchen werden auch die Räucherkerzen noch in Handarbeit zu den Kegeln geformt, die so typisch für die Weihnachtszeit sind.

Die Figurenvielfalt der Räuchermännchen ist mittlerweile enorm. Es gibt nicht nur den Baumwichtel oder den Nachtwächter als Räuchermännchen, sondern auch Schneemann, Weihnachtsmann, Förster oder Tiere verbreiten die würzig-weihnachtlichen Gerüche der Duftkerzen in den Räumlichkeiten. Mittlerweile gibt es im Sinne der Gleichberechtigung sogar Räucherfrauen oder ganze Räucherfamilien.

Schwibbögen künden von der Sehnsucht der Bergleute nach dem Licht. Das Leben der Bergleute spielte sich typischerweise im Dunkeln ab. Denn in den Stollen drang nun mal kein Tageslicht. In der dunklen Jahreszeit war es auch vor und nach der Arbeit dunkel. Die fahle Grubenlampe konnte keine Abhilfe schaffen. Aber Feuer und Licht waren als Ausdruck für die Kraft des Lebens enorm wichtig. So entwickelte sich die Tradition, dass die Bergleute zur letzten Schicht vor Heiligabend ihre Grubenlampen vor dem Stolleneingang im Halbrund aufhängten. Der Stolleneingang erstrahlte so im hellsten Lichterglanz.

Und ein Licht im Fenster des Heimes gab den Bergmännern Geborgenheit sowie Wärme und wies ihnen den Weg nach Hause. Das Licht bedeutete Heimat. Zur Weihnachtszeit stellten sich die Erzgebirger einen leuchtenden Schwibbogen in das Fenster, der noch glanzvoller als einzelne Lichter strahlte. Dabei stellen die Schwibbögen mit ihren Spanbäumen, geschnitzten Figuren und gesägten Ensembles oftmals weihnachtliche und auch regionale Geschichten nach. Ein Schwibbogen hat prinzipiell die Grundform eines Halbkreises, aber es gibt auch hochgewachsene Schwibbögen oder Schwibbögen in Kombination mit einer Pyramide in Form einer Halbkugel. Die Kreativität der erzgebirgischen Handwerkskünstler ist grenzenlos. Der Lichterschein erfolgt dabei je nach Ausführung entweder mit Kerzen oder mit einer elektrischen Beleuchtung.

Ein Schwibbogen im Fenster erzählt somit von der Sehnsucht der Bergleute vom Licht; und jeder Mensch kann dies in der dunklen und kalten Jahreszeit sehr gut nachvollziehen. Dieses Lichtermeer erstrahlt auch noch heute zur Weihnachtszeit in jedem erzgebirgischen Dorf und in jeder erzgebirgischen Stadt.

Spieldosen sind eine Kombination des Holzhandwerks und des mechanischen Handwerks. Zu einer weihnachtlichen Melodie drehen sich die Holzspieldosen und lassen dabei eine weihnachtliche Szenerie am Auge des Betrachters vorüberziehen. Die detailreichen Figuren und Verzierungen versetzen den Betrachter ins Staunen. Und mit jeder Umdrehung gibt es etwas Neues zu entdecken. Die Melodien regen einen weiteren Sinn an, sodass der Betrachter auch mit geschlossenen Augen diese Handwerkskunst genießen kann. Weihnachtliche Spieldosen sind somit ein Augen- und Ohrenschmaus.

Eine Spieldosem Pyramide stellt eine Kombination einer Spieldose mit einer Weihnachtspyramide dar. Sie ist in der Regel größer als eine normale Spieldose und besitzt wie eine normale Weihnachtspyramide auch Flügelräder, die durch die Kerzenwärme angetrieben werden. So eine Spieldosem Pyramide spielt dann weihnachtliche Musik, wenn die sie aufgrund der Kerzenwärme in Bewegung gesetzt wird. Genauso wie Pyramiden und Spieldosen als einzelne Exemplare stellt eine Spieldosem Pyramide vorwiegend weihnachtliche oder winterliche Szenen nach. Die Holzfiguren für eine Spieldosem Pyramide werden dabei in der Regel geschnitzt. Daneben kommen häufig auch Spanbäume zum Einsatz, die durch das Spanbaumstechen entstehen. Obwohl die traditionellen Grundformen sich ähneln, hat jede Werkstatt ihre ganz eigene Formensprache, Farbauswahl und Ensemblegestaltung. Diese Individualität führt zur staunenswerten Vielfalt: keine Spieldosem Pyramide gleicht der anderen.

Das Aufhängen von Adventssternen zur Weihnachtszeit ist eine weitere beliebte Tradition, bei der wieder das Licht eine wichtige Rolle spielt. Denn der Adventsstern symbolisiert den Stern von Bethlehem, der die Heiligen Drei Könige bzw. die Weisen aus dem Morgenland zum Geburtshaus von Jesus führte. Der Adventsstern ist somit ein christliches Symbol, wie beispielsweise auch die Weihnachtsengel oder die Weihnachtskrippe. Adventssterne werden entweder in Räumlichkeiten oder auch außerhalb von Gebäuden aufgehängt. Darüber hinaus zieren sie auch so manche Tannenbaumspitze.


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