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Nicht jedem ist die geografische Lage der einstigen Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber an der "Romantischen Straße" so ganz geläufig, vielleicht gerade deshalb, weil wir uns hier ganz dicht an der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg befinden. Um es gleich klar zu sagen: Rothenburg ob der Tauber befindet sich noch in Bayern, gute 50 km südlich von Würzburg und fast 70 km westlich von Nürnberg. Es handelt sich um den Landkreis Ansbach, der zum Regierungsbezirk Mittelfranken gehört.

Geografische Koordinaten:

49.3801834 Grad nördliche Breite; 10.1867388 Grad östliche Länge; Höhe: 425 m über dem Meeresspiegel.

Wer die A7 zwischen Würzburg und Ulm entlang fährt, findet ca. 20 km nördlich des Autobahnkreuzes Feuchtwangen/Crailsheim (hier kreuzt die A7 die A6 zwischen Nürnberg und Heilbronn) die Ausfahrt Nr. 108 "Rothenburg odT". Von hier aus geht es dann noch ca. 1,5 km auf der Ansbacher Straße (Straße Nr. 2250) in westliche Richtung, bis man sich vor dem berühmten "Galgentor" befindet.

Dies ist ein fast 25 m hoher Turm mit Durchfahrt im nordöstlichen Bereich der sehr berühmten und besonders gut erhaltenen Stadtmauer von Rothenburg ob der Tauber. Es ist möglich, an dieser Stelle mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, aber es ist besser, den großen Parkplatz unmittelbar links vor dem Galgentor zu nutzen, denn die Stadtmauer umschließt eine Innenstadt beziehungsweise das historische Zentrum mit einem Durchmesser von ca. 600 Metern - ein Areal von ungefähr 30 Hektar, das die meisten Besucher gut zu Fuß bewältigen können.

Die Tauber als Lebensader der Region

Der Fluss schlängelt sich im westlichen Bereich des Ortes in nordwestliche Richtung, bis er schließlich bei Wertheim ca. 20 km westlich von Würzburg in den Main mündet. Obwohl die Tauber vielleicht eher ein etwas unscheinbarer Nebenfluss des Mains ist, erzeugt sie gerade auch bei Rothenburg einige breitere Stellen und romantische Flussinseln, die auch gern als geschützte Gelege von verschiedenen Vogelarten genutzt werden. So bildet die westliche Begrenzung der Stadt der schöne Burggarten, der weiter unten von einer markanten Schleife der Tauber eingegrenzt ist.

Das geografisch und topografisch reizvolle Taubertal wird gerade auch durch seine Seitentäler geprägt. Es gibt in der Region viele gut ausgebaute Rad-und Wanderwege. Das gesamte Jahr über finden sich hier schöne Ausflugsziele. Die vorherrschenden Sedimentschichten vornehmlich aus Muschelkalk sind zudem von den Jura- und Malmkalken sowie Dolomiten geprägt, die die Flüsse aus der Schwäbischen- und Fränkischen Alb über Jahrmillionen transportiert haben. Daher werden hier auch Fossiliensammler immer wieder fündig.

Das Taubertal ist zum einen gekennzeichnet von relativ steilen und kargen Trockenhängen, zum anderen aber auch durch malerische Weinberge, die uns mit den beliebten Frankenweinen verwöhnen, Streuobstwiesen und ausgedehnte, zusammenhängende Waldgebiete. Gerade an den Südhängen der Weinberge finden wir die markanten und typischen Lesesteinriegel, Weinbergshäuschen und Trockenmauern.

Das Klima

Das Taubertal gehört zu den wärmsten und trockensten Gebieten in ganz Deutschland, woran die Nähe des Oberrheintalgrabens ihren Anteil hat. Ausgehend von der Region um Karlsruhe vorbei am Nordrand des Schwarzwaldes über Heilbronn strömt regelmäßig Warmluft aus dem Rhonetal bis ins Taubertal ein. Das ist auch der Grund für den erfolgreichen Weinanbau in der Region. Darüber hinaus begünstigt das besondere Klima die Ansiedlung vieler Pflanzen- und Tierarten, die nur hier zu finden sind.

Eine mittelalterliche Altstadt, zahlreiche Baudenkmäler, noch mehr Kulturgüter, bedeutende Museen und Teil der Romantischen Straße: Das ist Rothenburg ob der Tauber, ein städtisches Kleinod im bayerischen Landkreis Ansbach.

Es begann auf dem Essigkrug

Auf einer Bergnase über der Tauber, heute als Essigkrug bekannt, errichten die Grafen von Comburg-Rothenburg 1070 die Burg Rothenburg. Das Geschlecht derer von Comburg-Rothenburg stirbt allerdings 1116 aus und der Besitz wird dem Kloster Comburg vermacht. Kaiser Heinrich V. hat jedoch andere Pläne und übergibt den Besitz seinem Neffen Konrad von Hohenstaufen als Lehen. 1137 wird Konrad III. der erste Stauferkönig und lässt die Burg durch die sogenannte Vordere Burg erweitern. 1167 wird sie zum ersten Mal als Castrum Imperiale, als Reichsburg, tituliert. Und östlich des Burgtores entwickelt sich mehr und mehr städtisches Treiben, die Stadt beginnt zu wachsen.

Reichsstadt mit Freiheiten

Am 15. Mai 1274 wird Rothenburg von König Rudolf von Habsburg in den Stand einer Reichsstadt erhoben und ist fortan nahezu autonom, lediglich Reich und Kaiser untergeordnet. Dank dieser Freiheiten wächst die Stadt stetig. Der Handel weitet sich aus, eine rege Bautätigkeit setzt ein. Von 1350 an darf Rothenburg Zölle erheben, zwei Jahre später wird die Stadt von Würzburg durch Zahlung befreit und darf sich nun Freie Reichsstadt nennen. Als 1356 gewaltige Erdstöße, als Basler Erdbeben in die Geschichte eingegangen, die Burg zerstören, dürfen die Rothenburger Bürger auf Geheiß von Kaiser Karl IV. die Steine zum Bau nutzen. Es bilden sich Vorstädte, Güter und Ländereien werden erworben.

Kriege und soziale Unruhen

Soziale Unruhen, Aufstände, die Reformation, und viele Kriege kennzeichnen die Geschichte der Stadt, bis sie 1802 an die Bayern fällt. Der westliche Teil der rothenburgischen Landwehr wird 1810 auf Anweisung von Napoleon an Württemberg übergeben. Das hat wirtschaftliche Konsequenzen. Die Stadt ob der Tauber erholt sich erst wieder im Deutschen Kaiserreich ab 1871. Jetzt sind es Fremdenverkehr und Industrie, die der Stadt den Aufschwung bringen. Als Segen erweist sich 1873 der Eisenbahnanschluss, der die Infrastruktur belebt und die Einwohnerzahl steigen lässt. Sind es 1871 noch 5382 Einwohner, freut sich Rothenbeurg 1910 über 8612.

Touristenattraktion der Romantischen Straße

Der Zweite Weltkrieg legt einen Teil der Stadt in Schutt und Asche. Ein amerikanischer General kann die vollständige Vernichtung verhindern. Nach Kriegsende wird Rothenburg nach altem Vorbild wiederaufgebaut, auch die zerstörten Wehranlagen werden originalgetreu wiederhergestellt. Seit 1950 gilt sie als einer der Höhepunkte von Deutschlands erster Ferienstraße, der Romantischen Straße. Heute ist Rothenburg ob der Tauber eine Touristenattraktion, die alljährlich von Millionen von Menschen aus aller Welt anzieht.

Keimzelle der heutigen Stadt Rothenburg ob der Tauber war eine Burg, die der deutsche König Konrad III. auf einem Felsvorsprung oberhalb der Tauber errichten ließ. Dies führte dazu, dass sich immer mehr Menschen in diesem Gebiet ansiedelten, so dass um 1170 eine richtige Stadt entstand. Diese wuchs kontinuierlich und besaß im 13. Jahrhundert bereits einen Marktplatz, einen Befestigungsring und zwei bedeutende Klöster.

Als freie Reichsstadt nur dem Kaiser Untertan

Der zunehmende Wohlstand der Stadt sorgte dafür, dass diese immer mehr Privilegien erteilt bekam. Der Höhepunkt dieser Entwicklung: Ab 1274 war Rothenburg ob der Tauber eine freie Reichsstadt, die direkt dem Kaiser unterstand. Dies änderte sich formal erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder, als Napoleon die Stadt dem Königreich Bayern zuschlug.

Eine massive Zäsur: Die Reformation und der Dreißigjährige Krieg

Zu diesem Zeitpunkt besaß die Stadt aber schon lange nicht mehr die politische Bedeutung vergangener Zeiten. Einschneidend war dabei vor allem der Dreißigjährige Krieg. Die Stadtverwaltung hatte sich bereits 1544 der lutherisch-evangelischen Reformation angeschlossen. Während des Krieges wurde Rothenburg ob der Tauber dann mehrmals Ziel militärischer Feldzüge und zudem durch die Forderungen der verschiedenen Heere wirtschaftlich ruiniert. Seuchen sorgten zudem dafür, dass sich die Bevölkerungszahl massiv reduzierte. In den folgenden Jahrhunderten konnte die Stadt nicht mehr an die alte politische Bedeutung anknüpfen.

Die Wiederentdeckung der Stadt als kulturelles Highlight

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte dafür allerdings ein Aufschwung auf einem ganz anderen Gebiet ein. Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler begannen sich für die Architektur der Stadt zu interessieren - schon bald galt Rothenburg ob der Tauber dann als Inbegriff der klassischen deutschen Städtebaukunst. Spätestens als die Stadt schließlich 1873 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, setzte auch der Tourismus ein, der bis heute die Stadt prägt. Neben dem Tourismus kam zudem auch die Industrialisierung in die Region und sorgte ebenfalls für einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung.

Der Zweite Weltkrieg und der Wiederaufbau

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Rothenburg von den Nationalsozialisten als Vorzeigestadt präsentiert und vertrieb 1938 die jüdische Gemeinde aus der Stadt. Kurz vor dem Ende des Krieges kam es zudem zu amerikanischen Luftangriffen, bei denen rund 45 Prozent der Bausubstanz innerhalb der alten Stadtmauern beschädigt wurde. Dem entschiedenen Eingreifen eines amerikanischen Generals ist es zu verdanken, dass die historische Altstadt nicht vollständig zerstört wurde. In der Bundesrepublik wurde die Stadt dann mit Geldern aus dem In- und Ausland wieder aufgebaut - ohne dabei den historischen Charakter zu zerstören.

Weltweite Bekanntheit genießt in erster Linie die mittelalterliche Altstadt Rothenburgs, die durch ihre Ursprünglichkeit und Unversehrtheit ihresgleichen sucht. Insbesondere im asiatischen Raum gilt die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber als Inbegriff einer mittelalterlichen Siedlung im europäischen Raum.

Mittelalter zum Greifen nah.

Da die Altstadt Rothenburgs im Laufe der Jahrhunderte Kriege und Krisen relativ unbeschadet überstanden hat, kann man hier unvergleichliche Einblicke in die Architektur und Lebensart des Mittelalters gewinnen. Neben einer begehbaren Stadtbefestigung verfügt Rothenburg ob der Tauber über vielfältige mittelalterliche Baudenkmäler, deren Anordnung und Beschaffenheit längst vergessenen Zeiten wieder aufleben lässt.

Außergewöhnliche Museen entdecken.

Es gibt aber noch viele weitere kulturelle Highlights in diesem malerischen Städtchen, wie zum Beispiel eine Auswahl sehenswerter Museen. So gilt das Kriminalmuseum als bedeutendstes rechtsgeschichtliches Museum in Deutschland. Mit über 50.000 Exponaten wird die Rechtsgeschichte von einem Zeitraum von 1000 Jahren beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt dem Umfeld entsprechend auf dem Mittelalter. Auch ein interessantes Museum ist das Weihnachtsmuseum, in dem das ganze Jahr über weihnachtliche Stimmung herrscht. Neben seltenen Weihnachtsdekorationen kann man hier auch Weihnachtspyramiden, Nussknacker und allerlei Kurioses zum Thema Weihnachten bestaunen. Wer seine Kenntnisse über die allgegenwärtige Geschichte Rothenburgs vertiefen möchte, kann dies im Reichsstadtmuseum tun, welches mit vielen eindrucksvollen Ausstellungsstücken aus den Bereichen Kunsthandwerk, Malerei und Skulpturen, einen schönen Überblick über die Stadtgeschichte bietet.

Wirtschaftliche Vielfalt als Ergänzung zum Tourismus

Auch wenn Rothenburg ob der Tauber durch sein historisches Stadtbild in erster Linie touristisch geprägt ist, gibt es auch einige andere wirtschaftliche Bereiche, die für die Stadt wichtig sind. Neben der traditionellen Herstellung von Weihnachtsschmuck ist dies zum Beispiel der Weinbau, der zwar nicht mehr so einen großen Stellenwert wie einst besitzt, aber immer noch präsent ist. Die Stadt gilt als südlichster Punkt des weitläufigen fränkischen Weinlandes und verfügt bis heute über eine große Anzahl von Weinschenken, sowie ein Weingut, dass noch selbst Wein anbaut. Auf einem liebevoll gestalteten Rebsortenlehrpfad, der 120 verschiedene Rebsorten präsentiert, kann die ganze Vielfalt fränkischen Weinbaus entdeckt werden.

Des Weiteren haben sich einige Firmen aus dem Bereich Haushaltstechnik in der historisch geprägten Stadt niedergelassen. Neben dem Werk eines bekannten Herstellers für Küchentechnik ist auch der zweitgrößte europäische Produzent von Küchenarbeitsplatten in dem Tauberstädtchen heimisch. Regional gesehen ist die Stadt auch ein Medienzentrum, da ein Medienhaus ansässig ist, das unter anderem den Fränkischen Anzeiger und das Evangelische Sonntagsblatt verlegt.

Söhne und Töchter der Stadt

Eine so stark historisch und kulturell geprägte Stadt wie Rothenburg ob der Tauber hat im Laufe der Jahrhunderte auch einige berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht, die in ihrem jeweiligen Wirkungskreis einzigartiges geschaffen haben. So stammt beispielsweise der Drucker, Maler, Kupferstecher und Geograf Georg Conrad Jung, der zusammen mit seinem Vater im Jahre 1641 die erste Straßenkarte Europas erstellte, aus der Stadt. Auch der bekannte Glasmaler Fritz Birkmeyer, der unter anderem an der Gestaltung der Kirchenfenster des Ulmer Münster, sowie der Pfarrkirche in Wasserburg am Inn beteiligt war, hatte seine Wurzeln hier. Auch eine der bekanntesten und berühmtesten Persönlichkeiten unserer Zeit, Papst Franziskus, hat seine Spuren in der mittelalterlichen Stadt hinterlassen. Er lebte im Rahmen theologischer Studien im Jahr 1986 für 3 Monate im Zentrum Rothenburgs.

Das historische Volksschauspiel "Der Meistertrunk"

Jedes Jahr im September feiert die Stadt die Reichsstadttage. Höhepunkt ist traditionell die Aufführung des Stückes "Der Meistertrunk", in dem die Sage der Verschonung der Stadt durch den Feldherren Tilly thematisiert wird.

Die gelungene Verbindung zwischen tausendjähriger Geschichte und höchst lebendiger Gegenwartskultur – das ist es, was Besucher aus aller Welt nach Rothenburg ob der Tauber zieht. In dem beschaulichen mittelfränkischen Städtchen lassen sich zu jeder Jahreszeit vor prachtvoller historischer Kulisse Kunst und Kultur genießen.

Fast wie im Mittelalter

Nirgendwo anders findet sich eine so gut erhaltene mittelalterliche Altstadt wie in Rothenburg. Man versucht bis heute, die Ursprünglichkeit des Stadtbildes so weit wie möglich zu erhalten und es nicht mit modernistisch anmutenden Gebäuden zu durchbrechen. Umgeben von einer komplett erhaltenen, teilweise sogar begehbaren Stadtmauer ist Rothenburg eingebettet in die ebenfalls noch recht ursprüngliche Landschaft des Taubertals. Die Mauer ist mit Türmen und Toren geradezu gespickt und vermittelt so eine lebendige Vorstellung von ihrer historischen Funktion als Schutz- und Verteidigungswall.

Kultur, so weit das Auge reicht

Die Fülle an Denkmälern, Museen, historischen Stätten, Kirchen und Klöstern verleiht der Kleinstadt, die im Mittelalter zu den mächtigsten Städten im süddeutschen Raum gehörte, ihre ganz eigene, unverwechselbare Atmosphäre. Der Besucher weiß kaum, wo er mit der Besichtigung anfangen soll – so vielfältig ist die Auswahl sehenswerter Orte auf dichtestem Raum. Besondere Aufmerksamkeit verdient unter anderem der prächtige Riemenschneider-Altar in der Stadtkirche Sankt Jakob. Hier finden auch regelmäßig hochklassige Orgelkonzerte statt.

Lebendige Traditionen

Als eine der schönsten Spielstätten Bayerns zieht das Toppler-Theater im Juli und August mit seinen Aufführungen Besucher aus nah und fern nach Rothenburg, im September sind die Reichsstadt-Festtage das dominierende Ereignis. Die Verleihung der Reichsttadtprivilegien im Jahr 1274 hatte die Bedeutung der Stadt im ausgehenden Mittelalter erheblich vergrößert, und das ist den Rothenburgern auch heute noch Grund zum Feiern. Zu den kulturellen Highlights der Festtage gehört das traditionelle Volksschauspiel "Der Meistertrunk". Es ist dem legendären Bürgermeister Georg Nusch gewidmet, der im Jahr 1631 auf Befehl eines feindlichen Generals 3,25 Liter Wein in einem Zug ausgetrunken und so die Stadt vor der Zerstörung bewahrt haben soll.

Alljährlich zur Adventszeit findet der Reiterlesemarkt statt, der auf eine 500-jährige Tradition zurückblickt und als einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands gilt.

An der Straße der Romantik

Rothenburg liegt an der romantischen Straße, die sich gerade hier mit der Burgenstraße kreuzt und nicht umsonst zu den beliebtesten Ferienstraßen Deutschlands zählt. Neben Würzburg, Dinkelsbühl, Augsburg und Landsberg am Lech gehört die Stadt zu den wichtigsten Stationen entlang der nostalgischen Reiseroute.

Die Stadt Rothenburg ob der Tauber versinnbildlicht die deutsche Gemütlichkeit. Es ist die Stadt der 42 Kostbarkeiten, man versteht darunter die 42 Tor- und Wehrtürme, die die Stadt prägen. Jährlich zieht es viele Millionen Menschen nach Franken - die mittelalterliche Stadt verzaubert Alt und Jung. Die Stadtmauer umfasst auch heute noch die gesamte Altstadt, mit ihren historischen Befestigungsanlagen ist sie bis ins kleinste Detail erhalten geblieben. Die Stadt ist eingebettet zwischen beinahe unberührten Landschaften, wie sie in Franken noch häufig zu finden sind. Die historischen Fachwerkhäuser und die verwinkelten Gassen laden zum Verweilen ein, hier wird man in eine andere Zeit versetzt.

Geschichte erleben

Rothenburg ob der Tauber hat eine spannende Geschichte, die sehr gehaltvoll präsentiert wird. So sollte man bspw. das Kriminalmuseum besuchen, es ist das bedeutendste Rechtskundemuseum der Bundesrepublik. Hier sind gruselige Folterinstrumente ausgestellt und die Strafen muten zwar heute „komisch“ an, doch waren sie sehr grausam. Das Reichsstadtmuseum zeigt eine einzigartige Waffensammlung und dort findet man auch etliche Relikte aus dem einstigen jüdischen Viertel der Stadt. Im Handwerkerhaus ist das Historiengewölbe des Rathauses zu sehen und im Toppler-Schlösschen war das Domizil des mittelalterlichen Bürgermeisters.

Das Weihnachtsmuseum

Das „Weihnachtsdorf“ von Käthe Wohlfahrt ist weltbekannt und im Weihnachtsmuseum wird die Geschichte des Christfestes anschaulich erzählt. Diese fränkische Stadt sollte man daher natürlich auch einmal im Winter besuchen, auf dem berühmten Weihnachtsmarkt kann ein Jeder ein „Wintermärchen“ erleben. Für einen längeren Besuch bietet Rothenburg ob der Tauber vielfältige Kulturangebote, an der Rieger-Orgel in der Stadtkirche bspw. gastieren Solisten von Weltklasse. Rothenburg hat aber auch ein modernes Gesicht, das Taubertal-Festival lockt alljährlich tausende von Besuchern an.

Sehenswürdigkeiten

Schon von Weitem fallen die Türme der St. Jakobskirche ins Auge. An der Südseite dieser Kirche ist eine Geschichte in Stein gemeißelt, sie zeigt den Heiland und die schlafenden Apostel. Deshalb kamen seit dem 14. Jahrhundert viele Wallfahrer in diese Stadt, die Stelle wurde auch der „Heilig-Blut-Altar“ genannt. Das Klingentor ist wohl eine der schönsten Sehenswürdigkeiten. Der Turm wurde um 1380 erbaut und hatte früher eine besondere Funktion. Hier befand sich nämlich das Verteiler-System für das Trinkwasser, das ca. 90 Meter hinaufgepumpt wurde und von hier aus wurde die ganze Stadt mit Wasser versorgt. Auch das Galgentor sollte man gesehen haben, durch dieses Tor wurden sämtliche Verurteilten zur Galgenstätte gebracht.

Die Romantische Straße

Die romantische Straße ist ca. 360 km lang und führt von Würzburg nach Füssen. Natürlich führt diese Straße auch durch Rothenburg ob der Tauber, aber wichtige Ziele sind auch Würzburg, Dinkelsbühl, Nördlingen, Augsburg, Landsberg und Füssen. Reizvolle Landschaften und viele herrliche Sehenswürdigkeiten dieser Städte machen die Romantische Straße so berühmt. Sie ist auch für eine wunderbare Fahrradtour geeignet und ist daher von den Radfahrern mittlerweile ebenso entdeckt worden.

Rothenburg ist für seine Gastfreundlichkeit seit Jahrhunderten bekannt, früher kamen Kaiser und Könige, heute Politiker und Weltstars. Es ist eine ganz besondere Stadt, sie lädt ein, um durch die Gassen zu gehen und in den Cafés und Restaurants zu verweilen.


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