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Die Geburt des Jesuskindes vor mehr als 2000 Jahren war uns Anlass eine Serie aufzulegen, die diesem Ereignis gerecht wird. Entstanden ist eine weltweit einmalige Krippenszene. Sowohl in der Bemalung als auch in ihrer Darstellung. Betrachten Sie einmal genau die Kleidung, Häuser oder die Gestaltung der Landschaft auf dem Diorama.

Kindertraum - Heilige Familie
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Die heilige Familie im Christentum

Die Familiendarstellungen in der christlichen Religion beziehen sich auf Jesus von Nazaret, seine Mutter Maria und den heiligen Josef, seinem Ziehvater. Sie leben in Nazaret in Galiläa. Josef ist als Zimmermann tätig.

Jesus ist laut Markusevangelium der erstgeborene Sohn Marias, in dem Josef nicht erscheint. Das Lukasevangelium und das Matthäusevangelium geben in Listen der Vorfahren aber Jesus als Sohn von Josef an. Nach dem jüdischen Brauch erfährt Jesus am achten Lebenstag die Beschneidung (Lukasevangelium) und wird nach seinem Vater benannt (Jeschua ben Josef, Lukasevangelium). Maria wird im neuen Testament als die Mutter von Jesus benannt. Als Mutter Jesu Christi wird Maria in der christlichen Kirche besonders verehrt. Auch in anderen Religionen gibt es die Marienverehrung unter verschiedenen Aspekten.

Familiendarstellungen

Typische christliche Darstellungen stammen aus der Weihnachtsgeschichte. Sie zeigen diese meist in ihrer häuslichen Umgebung im so genannten Haus Nazareth. Eine Zimmermannswerkstatt und ein Spinnrad finden sich auf vielen Darstellungen. Das Bildmotiv bezieht sich jedoch allgemein auf eine Familiendarstellung nach der Geburt von Jesus, also nach den Geschehnissen an Weihnachten. Neben Jesus, Maria und Josef werden bei Darstellungen vielfach auch die Mutter Marias (Anna), Marias Cousine (Elisabeth)und ihr Sohn (Johannes der Täufer) gezeigt. Die Heilige Sippe als Ikonendarstellung der Verwandten von Jesus ist ab dem 15. Jahrhundert als Bilddarstellung bekannt und wird dann von den Familiendarstellungen ab dem 17. Jahrhundert weitgehend abgelöst.

Verwendung in der Liturgie

In der Liturgie, der offiziellen Version des christlichen Gottesdienstes, lässt sich im katholischen Glauben ab der Neuzeit eine Verehrung der heiligen Familie finden. Diese beginnt verstärkt im 17. Jahrhundert und erlebt im 19. Jahrhundert unter Papst Leo XIII. einen besonderen Aufschwung. Das Fest der Heiligen Familie wurde für die gesamte Kirche für den dritten Sonntag nach Epiphanie festgelegt. Nach einer Streichung durch Papst Pius X. legte es 1921 Papst Benedikt XV. auf den ersten Sonntag nach Erscheinung des Herrn. Seit der Reform der Liturgie 1969 wird das Fest am Sonntag in der Weihnachtsoktav gefeiert. Das Tagesevangelium ist dann entweder die Flucht nach Ägypten, die Wallfahrt nach Jerusalem zum Pessachfest mit Aufenthalt des zwölfjährigen Jesus im Tempel oder die Darstellung von Jesus im Tempel. Fällt kein Sonntag zwischen Weihnachten und Neujahr, begeht man das Fest am 30. Dezember. Wenn der Sonntag auf den 26. Dezember fällt, wird das Fest des heiligen Stephanus durch das Fest der Familie verdrängt.

Die Funktion der heiligen Familie als Schutzpatrone

Es gibt verschiedene Ordensgemeinschaften in der römisch-katholischen, die sich unter dieses Patronat stellen (so genanntes Patrozinium). Hierzu gehören zum Beispiel mehrere Ordensgemeinschaften der Franziskanerinnen, aber auch Missionsschwestern, verschiedene Kongregationen und Missionare. Auch die Heilige-Familie-Kirche ist eine Bezeichnung für Kirchen mit diesem Patrozinium. Ihm gehören als Gemeinde sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz, in Österreich und in den Vereinigten Staaten Mitglieder an.


Sonstige Aspekte

Sowohl im Hinduismus, im Islam sowie in der Bahai-Religion gibt es Heilige-Familie-Verehrungen. Bei den Hindus sind Parvati, Shiva sowie die Söhne Ganesha und Skanda/Karttikeya die Familienmitglieder. Viele muslimische Gläubige verehren die Familie Mohammeds in besonderer Art und Weise.

Die Verehrung der Heiligen Familie

In der katholischen Tradition kommt der Heiligen Familie erst im Laufe des 17. Jahrhunderts eine besondere Aufmerksamkeit zu. Obwohl Darstellungen nach Motiven der Weihnachtsgeschichte, wie sie in der der Bibel zu finden ist, schon in der frühen Kirche nachweislich sind, erfuhr sie erst im Laufe der Zeit eine weitreichendere Bedeutung. So symbolisieren beispielsweise – nicht dezidiert durch die Heilige Schrift erwähnte – Wanderungsszenen der Familie Christi den gottgefälligen christlichen Lebensweg und sollen die Gläubigen zu einem Leben in Hinwendung zu Gott mahnen.
Im 19. Jahrhundert fand die Verehrung durch die katholische Kirche ihren vorübergehenden Höhepunkt, der durch die Gründung der „Bruderschaft von der Heiligen Familie“ in Lüttich 1844 gekennzeichnet ist. 
Beliebte Darstellungen umfassen heute die Flucht nach Ägypten, die Wallfahrt zu Pessach nach Jerusalem, die Darstellung von Jesus im Tempel und andere in der Bibel beschriebene Ereignisse.

Wer gehört traditionell der Heiligen Familie an?

Traditionell umfasst sie natürlich den jungen Sohn Gottes, Jesus von Nazaret, sowie seine Mutter Maria und seinen Ziehvater den heiligen Josef und tritt daher verständlicherweise nach den Ereignissen der Weihnachtsgeschichte in Erscheinung. Allerdings werden je nach Kontext auch andere Verwandte Jesu zum Familienverband dazugezählt, wobei die Übergänge zum Bildtypus der sogenannten Heilige Sippe (Ikonografische Darstellung der Verwandten Jesu, jedoch nicht in Form eines klassischen Stammbaums) hier fließend sind. Traditionell werden häufig auch Marias Mutter Anna (und damit Jesus Großmutter), Marias Kusine Elisabeth (in einigen christlichen Konfessionen als Heilige verehrt), sowie deren Sohn Johannes der Täufer hinzugezählt. Auch Letzterer wird bekanntermaßen als Wegbereiter Jesu und Verbreiter des Wort Gottes von einigen Konfessionen als Heiliger verehrt. Andere Verwandte Jesu werden meist nur im bereits erwähnten Bildtypus der Hlg. Sippe dargestellt, wobei die Übergänge auch hier sehr fließend sein können (beispielsweise bei der Darstellung „Anna selbdritt“, welche Elisabeth zusammen mit Maria und dem kindlichen Jesus zeigt).

Heutige Bedeutung

Gegenwärtig gibt es im deutschsprachigen Raum, aber auch im restlichen Europa etliche Dutzende sogenannter Heilige-Familie-Kirchen, zudem stehen mehr als fünfzehn Ordensgemeinschaften unter ihrem Patronat.

Wann beginnt die Verehrung der heiligen Familie in der katholischen Tradition?

Erst in der Neuzeit erhielt die Verehrung der Heiligen Familie einen festen Stellenwert in der katholischen Tradition. Ein verstärktes Aufkommen dieser Praxis in den Gemeinden ist ab dem 17. Jahrhundert nachweisbar, einen weiteren Aufschwung nahm sie im 19. Jahrhundert. Besonders gefördert wurde diese Form der Andacht durch Papst Leo XIII.

Halt und Vorbild in Zeiten des sozialen Umbruchs

Im Zuge der Industrialisierung fanden dramatische Umbrüche in der Gesellschaft statt, die sich vor allem auf das Familienleben negativ auswirkten. Das Streben nach Geld rückte immer mehr in den Vordergrund, bei vielen machten sich Neid und Unzufriedenheit breit. Die Kirche setzte dieser Entwicklung ein Idealbild entgegen und empfahl ihren Gläubigen, sich bewusst danach auszurichten. Im Juni 1892 beschreibt Papst Leo XIII. in der Breve "Neminem fugit" das Vorbild der Heiligen Familie als gottgewollten Anreiz zur Tugendübung für Christen aller Stände und Berufe. Die Würde und Heiligkeit des Zusammenlebens in der häuslichen Gemeinschaft und in der Gemeinde stellt er darin weit über jeden materiellen Reichtum. Dass Jesus, Maria und Josef den gleichen Alltagssorgen ausgesetzt waren wie die Menschen heute und dass auch sie mit ihrer Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen mussten, führt er als Trost und Ansporn zur Nachahmung an.

Verbände und Bruderschaften

Es wurden christliche Vereinigungen gegründet, die sich speziell unter den Schutz der Heiligen Familie stellten. Einer bereits 1844 in Lüttich ins Leben gerufenen Bruderschaft folgte im Jahre 1861 der "Verein der christlichen Familie", der vom Papst stark gefördert wurde und sich bald weltweit ausbreitete.

Ein liturgisches Fest

Nachdem die Heilige Familie zunächst nur in wenigen Diözesen und Ordensgemeinschaften mit einem eigenen Fest geehrt worden war, schrieb Papst Leo XIII. im Jahr 1893 ein entsprechendes liturgisches Fest für die gesamte Kirche vor, und zwar für den dritten Sonntag nach Erscheinung. Papst Benedikt der XV. verlegte es 1921 auf den ersten Sonntag nach Erscheinung, nachdem es zuvor von Pius X. ganz gestrichen worden war.

Seit der Liturgiereform von 1969 wird das Fest am Sonntag innerhalb der Weihnachtsoktav begangen. Fällt kein Sonntag in diese Zeit, so feiert man es am 30. Dezember. Zu den Texten des Tages gehört der Bericht von der Flucht nach Ägypten (Mt 2,13), die Darstellung des Knaben Jesu im Tempel (Lk 2,21) bzw. die Geschichte des zwölfjährigen Jesus, der im Tempel von Jerusalem blieb und seine ihn suchenden Eltern in Sorge versetzte (Lk 2,41).

Die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten wird im Evangelium des Matthäus geschildert. Auf der Suche nach dem "neugeborenen König der Juden" nach Jesu Geburt gelangen die heiligen drei Könige nach Jerusalem. Dort fragen sie Herodes nach dem königlichen Kind, das sie anbeten wollen.

Herodes bei den Juden unbeliebt

Obwohl Herodes selbst sich als Jude verstand, war er bei seinen Untertanen verhasst. Er entstammte keinem der zwölf Stämme Israels, aus denen nach jüdischer Tradition der König erwählt werden soll. „Nur aus der Mitte deiner Brüder darfst du einen König über dich einsetzen“, heißt es im alten Testament.

Dies erklärt, warum Herodes nach der Überlieferung des Evangelisten Matthäus "erschrak", als er von der Existenz eines 'wahren' jüdischen Königs erfährt. Er bittet die drei Könige, zu ihm zurückzukehren, wenn sie das königliche Kind gefunden haben, "daß ich auch komme und es anbete".

Die Botschaften Gottes

Nachdem die drei "Weisen vom Morgenland" Jesus gefunden und angebetet haben, befiehlt Gott ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren. Auch Josef erscheint der Engel des Herrn im Traum und sagt: "Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach Ägyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, dass Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen."

Flucht nach Ägypten und Rückkehr nach Israel

Josef folgt der Anweisung des Engels und flieht mit Maria und Jesus nach Ägypten. Dort bleibt die heilige Familie bis nach dem Tod des Herodes. Wieder erscheint Josef ein Engel und befiehlt die Rückkehr: "Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen."

Der Kindermord in Bethlehem

Herodes wartet vergeblich auf die Nachricht der heiligen drei Könige über den Aufenthaltsort des neu geborenen Königs der Juden. Um sicher zu sein, dass ihm in dem königlichen Kind kein Konkurrent heranwachsen wird, befiehlt Herodes, "alle Kinder zu Bethlehem" zu töten, und zwar "nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte". Bei diese Weisen handelt es sich um "alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk", die in der Lage sind, die heilige Schrift zu deuten und daraus exakt zu bestimmen, wo das königliche Kind geboren worden ist. So meint Herodes, sich des unerwünschten Konkurrenten auch ohne die Nachricht der heiligen drei Könige entledigen zu können. Getötet werden in Bethlehem und im nahen Umland alle Kinder "die da zweijährig und darunter waren".

Bedeutung der Flucht nach Ägypten

Um die Flucht ranken sich eine Fülle von Geschichten und Überlieferungen, die weit über die Schilderung des Evangelisten Matthäus hinausgehen. Diese Erzählungen haben eher den Charakter von Legenden und zählen nicht zu den verbindlichen Quellen des christlichen Glaubens. So soll sich die Fluchtroute der heiligen Familie ziemlich genau rekonstruieren lassen, auch ist von Wundern die Rede, die Jesus während der Flucht gewirkt haben soll. All das ist theologisch mehr als fragwürdig und letztlich für den christlichen Glauben irrelevant.

Wichtiger ist der im alten Testament verbürgte Anspruch Jesu, König der Juden zu sein. Nach dem Evangelium nach Matthäus beweist die Verfolgung Jesu durch Herodes genau diese Königswürde. Und der vergeblicher Versuch, das königliche Kind zu ermorden, darf als Beleg für die Macht Gottes gegenüber menschlicher Macht betrachtet werden.

Auch wenn heute nur noch in wenigen Wohnzimmern zu Weihnachten eine Weihnachtskrippe aufgestellt wird, so bedeutet das nichts weniger als den Verlust einer Jahrhunderte andauernden Tradition. Denn die Krippe ist mehr als das einfache Aufstellen von Figuren, die lediglich die Weihnachtsgeschichte bildhaft darstellen soll. Die Krippe und näherhin die heilige Familie mit Maria, ihrem Verlobten Josef und dem Jesuskind in der Krippe sollen dem Betrachter eine Botschaft sein. Und im Wandel der Jahrhunderte gab es unterschiedliche Darstellungen der heiligen Familie in der Krippe, wenngleich naturgemäß auch immer die biblische Geschichte von der Geburt Jesu in Bethlehem die Grundlage dieser darstellenden Kunst im christlichen Abendland war und ist.

Haus Nazareth und der Heilige Wandel

Hier wird die heilige Familie meist in einem Stall, umgeben von Hirten und deren Tieren, dargestellt, weswegen diese Darstellung auch die häufigste ihrer Art ist. Am 06. Januar gesellen sich dann noch die heiligen drei Könige dazu, von denen ebenfalls in der Bibel die Rede ist.

Weniger häufig und somit auch eher unbekannt ist das Haus Nazareth. Hier werden die Eltern Jesu zusammen mit Jesus in einem Haus dargestellt, in dem neben einem Spinnrad auch eine Zimmermannswerkstatt zu sehen ist, in Anlehnung an den Beruf des Josef. Die Szenerie der Geburt tritt dabei eher in den Hintergrund.

Das ist auch bei der Darstellung der heiligen Familie in der Szene des Heiligen Wandels der Fall. Entstanden ist diese Darstellung im 17. Jahrhundert im Zuge der katholischen Gegenreformation und zeigt Maria und Josef als "Gehende" - daher auch das Wort Wandel. Das Kind wird in der Darstellung in der Mitte gezeigt, jeweils von Maria und Josef an der Hand geführt. Der Heilige Wandel soll symbolisch den Lebensweg beschreiben, den ein jeder zu gehen hat und zudem zu einer christlichen Lebensführung ermuntern.

Anna selbdritt und Heilige Sippe

Was im Zuge der Jahrhunderte aber vollkommen in Vergessenheit geraten ist, sind die Personen, die zu der Zeit mit in der Krippe dargestellt werden. So sind es - wie heute - keineswegs die Hirten mit ihren Tieren, sondern die aus der Bibel bekannten Personen Anna, die Mutter Marias, deren Cousine Elisabeth mit ihrem Sohn, Johannes des Täufers. Eine weitere Form der Darstellung ist Anna selbdritt, einer Ikonographie mit Darstellung von Anna, Maria und dem Kind. Zu Anfang des 15. Jahrhunderts ergänzt die so genannte Heilige Sippe, ebenfalls eine Ikonografie mit Darstellung der Verwandten Jesu, die Darstellungsvarianten, wenngleich hier der Bezug zur eigentlichen heiligen Familie fehlt.

Manche sehen in ihr ein Ideal und das große Vorbild für das eigene häusliche Umfeld, während moderne Theologen glauben, dass auch in der heiligen Familie Konflikte nicht unbekannt waren. Doch wie werden Maria, Josef und das göttliche Kind in der Kunst dargestellt? Wie sahen Maler und Künstler die heilige Familie, die bereits kurz nach der Geburt des Gottessohnes auf der Flucht war?

Untrennbar mit der Krippe verwoben

Nun, untrennbar mit der heiligen Familie verwoben scheinen Maria und Josef, die im Stall von Bethlehem ihr Kind in einer Futterkrippe betten, das dann vom Atem der Tiere, von Ochs und Esel, gewärmt wird.

Auch die Hirten auf dem Felde gehören natürlich zur Szenerie; Kunst und Kunstschnitzer haben dieses Motiv in unzähligen Variationen aufgegriffen ... und dennoch: Wir müssen einsehen, dass mit jener berühmtesten aller Kleinfamilien, wie sie die Bibel meint, wohl mehr die späteren Ereignisse im Leben des heranwachsenden Gottessohnes gemeint sind.

Von der Flucht nach Ägypten und Beschneidung Jesu

Etwa die Flucht nach Ägypten oder die Beschneidung des Herrn, wovon unter anderem der Evangelist Lukas berichtet.

Der eigentliche gemeinsame Lebensweg der Drei beginnt demnach erst nach dem Weihnachtsfest. Mit all seinen, teils auch irdischen, Problemen. Etwa dem zwölfjährigen Jesus im Tempel, einem Kind, das - ohne dass es die Eltern bemerken - allein in der fremden Großstadt zurückbleibt. Eine jener Stellen in der Bibel, die moderne Theologen dazu veranlasst, zu argumentieren, dass auch das Zusammenleben von Jesus mit seinen Eltern Spannungen und Konflikte gekannt hat.

Schließlich fragt Jesus Christus seine Mutter ja auch später einmal (und in gewisser Hinsicht ab- bzw. zurechtweisend): „Was willst du von mir, Frau?“ Seine Stunde sei noch nicht gekommen ...

Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen

Auch das Zusammenleben von Jesus und seinen Eltern, den beiden großen Fürsprechern der Christenheit, scheint damit von Höhen und Tiefen geprägt zu sein. Begonnen hat die besondere Verehrung dieses Familienbundes übrigens erst in der Neuzeit und wurde, unter anderem, von Papst Leo XIII., besonders gefördert.

Berühmte Darstellungen sind zum Beispiel Raffaels „Heilige Familie mit Lamm“. Auch Rembrandt schuf zahlreiche Gemälde mit biblischen Szenen. Darunter die heilige Familie mit Engeln, die vor allem Maria in den Mittelpunkt rückt und einen Vater Josef zeigt, der Holz hackt. Insofern haben wir es auch hier mit einer Darstellung der Geburtsszene und Krippe zu tun. Doch Rembrandt erzählt die biblische Geschichte in seinen Bildern weiter. Denn er zeigt auch die Kreuzabnahme Jesus aus der Sicht des Künstlers, seine Mutter Maria, die von Frauen gestützt wird. Aus menschlicher Sicht das gewaltsame Ende einer Mutter-Sohn-Beziehung - jedenfalls bis zum Osterfest, das den Gottessohn dann wiederum in einem völlig anderen, verklärten Licht, zeigt!

Die katholische Kirche ist bekannt für ihre Verehrung von Heiligen. Und auch in unserer Zeit werden alljährlich eine ganze Reihe von Menschen durch den Papst in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen, wie der vor zwei Jahren heilig gesprochene Papst Johannes Paul II. In der Folge können diese Personen dann weltweit als Heilige verehrt und angebetet werden.

Verehrung beginnt in der Neuzeit

Eine etwas andere Bedeutung als des Heiligenstatus bei Menschen hat die so genannte Heilige Familie. Der Ursprung dieser Darstellung, die aus Maria, Josef und Jesus besteht, ist im Geschehen um Weihnachten zu sehen, wo Jesus in einem Stall geboren wurde und sich das Wort der Schrift erfüllt hat, wonach eben dieses Kind Gottes Sohn ist. In der Bibel wird demnach auch erwähnt, dass Josef zwar der Verlobte Marias war, jedoch eben nicht der Vater von Jesus. Das war Gott. Aufgrund dieser großen Bedeutung des Weihnachtsereignisses werden Maria und Josef zusammen mit Jesus als Heilige Familie bezeichnet und gemäß der katholischen Tradition seit der Neuzeit, spätestens aber zu Beginn des 17. Jahrhunderts, auch verehrt.

Im Laufe der Jahrhunderte haben auch Künstler immer wieder Bilder dieser besonderen Personen gemalt oder wurden in Kirchenfenstern dargestellt. Die Darstellungsszenen sind dabei sehr facettenreich. Die bekannteste Szenerie ist wohl die, wo Maria und Josef in einem Stall das neu geborene Jesuskind anbeten. Diese Darstellung entspricht der Erzählung aus dem Weihnachts-Evangelium in der Bibel.


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